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Friday 28th of February 2003 Es war im Jahre 1485, als Diego Cam, auch bekannt als Diego Cao, auf seiner Entdeckungsfahrt mit dem Ziel, einen Seeweg nach Indien zu finden, die verlassene, südwestliche Küste Afrikas anlief, um als erster Europär seinen Fuß auf namibischen Boden zu setzen, um dort ein Kreuz zu errichten. Heute weiss man, dass eine Nachbildung dieses ,Padraos’ (portugiesische Bezeichnung für ,Kreuz’) etwa 120 Kilometer nördlich von Swakopmund zu besichtigen ist. Das ist genau dort, wo der portugiesische Seefahrer vor 517 Jahren die verstorbenen Mitglieder seiner Mannschaft begrub und das ursprüngliche Holzkreuz errichtete, um der Landung der ersten Christen südlichen des Äquators zu gedenken, um dann wehmütigen Herzens nach Portugal zurückzukehren. Hätte Diego Cao gewusst, dass die südlichste Spitze des afrikanischen Kontinents lediglich ein paar hundert Meilen weiter südlich lag, vermutlich wäre er weitergesegelt. Dafür ebnete er den östlichen Seeweg zu den Schätzen Indiens für seine Nachfolger, Bartholomäus Diaz und nach ihm Vasco da Gama. Das verwitterte Kreuz Diego Caos wurde erst 400 Jahre später von einer deutschen Garnisonstruppe entdeckt, die die Stelle, wo das ,Padrao’ errichtet wurde, ,Kreuzkap’ nannte. Die Nachricht von dem entdeckten Kreuz ging bis nach Berlin, wo der deutsche Kaiser dem Kapitän des Kreuzers ,Falke’ den Auftrag gab, es nach Deutschland zu bringen. Dort wurde es neu errichtet und erhielt einen Ehrenplatz im ,Museum für Meereskunde’ in Kiel. Der deutsche Kaiser ließ gleichzeitig ein poliertes Granit-Replikat des ursprünglichen Holzkreuzes herstellen, das im Jahre 1895 auf dem Kreuzer ,Sperber’ bis zum Kreuzkap verfrachtet und dort errichtet wurde. Auf einer Plakette unterhalb des Granitkreuzes stehen die Namen derer, die bei der Errichtung tätig waren. Außer der historischen Anziehungskraft bietet das Kreuzkap eine weitere Sehenswürdigkeit. Zigtausende afrikanische Bärenrobben tummeln sich dort am Strand oder gleiten durch das Wellen. Ein ständiges Blöken ist zu hören, und der Gestank ist nur dann auszuhalten, wenn man sich ein Parfumfläschchen unter die Nase hält. Zwischen den aalglatten, schwarzen Robbenleibern im feinen Strandsand trottet ein Schakal daher, der auf leichte Beute aus ist. In nördlicher Nachbarschaft zur Robbenkolonie liegt die luxuriöse ,Cape Cross Lodge’. Sie ist die einzige private Unterkunfts-Anlage nördlich von Henties Bay und wurde vor einem Jahr errichtet. Die ,Cape Cross Lodge’ besteht aus acht luxuriösen Doppelzimmern, einer Bar, einem Aufenthaltsraum, Beobachtungsterassen, einem Restaurant, einem Museum und einem Souvenirladen. Zur Beruhigung der Geruchsempfindlichen sei zu erwähnen, dass sie sich außerhalb der penetraten Geruchsgrenze der Robbenkolonie befindet. Das Kreuzkap ist jedoch auch als Tagesausflugziel von Swakopmund aus zu empfehlen. |
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