Wenn Dummheit weh tun würde...

Sunday 8th of August 2004
Hans Feddersen

... müßten manche Intelligenzbolzen ununterbrochen schreien! Von seiner faszinierend unintelligentesten Seite zeigte sich ein Gewerkschaftsführer, der verdammt wenig Sachverstand offenbarte. Oder wollte Herr Risto Kapenda vielleicht doch nur „Kriegstrommeln" rühren?? Jedenfalls machte Kapenda einige interessante Aussagen, die in der Botschaft an weiße Farmer mündeten: „Unwillige Landwirte sollen Zuflucht bei Verwandten in Europa suchen". Er sagte zum Beispiel, „viele Weiße" besäßen „Farmen so groß wie das Bundesland Bayern". Wollen wir doch mal sehen: Bayern ist 70 500 Quadratkilometer groß. Dann hätte ganz Namibia also 12 Farmen! Aber dies ist nicht der einzige (kleine?) Denkfehler des giftsprühenden Gegners aller Vernunft. Kapenda hält die Farmer Namibias für ungebildet. Deshalb behandeln sie angeblich ihre Arbeiter „so schlecht" - und diese Mißhandlung soll Kapenda zufolge der einzige Maßstab, das einzige Kriterium für Farmenteignungen sein. Mein lieber Mann, Kapenda! Bitte keine Kriegstrommeln! Sonst hätte der Spiegel-Artikel tatsächlich in die richtige Kerbe gehauen! Dank Kapenda - muß man dann schon zugeben... Risto Kapenda glaubt, daß die Weißen alle Farmen umsonst erhalten haben. Das stimmt genauso, wie bei uns die Sonne im Westen auf- und im Süden untergeht. Aber der Höhepunkt der Kapendaschen Weisheit klingt aus den folgenden „Fakten": „Zur Farmerei braucht man lediglich Kapital, Werkzeug und Unterstützung (Subventionen)". - Also keinen Sachverstand, keinen Fleiß, keinen Arbeitswillen? Wie paradiesisch schön wäre das Leben, wenn alles nur aus Kapital (vermutlich geschenkt), Werkzeug (vermutlich geschenkt) und Subventionen (natürlich geschenkt) bestehen würde... Aber so denkt nun einmal der Gewerkschafts-Professor Kapenda. Fraglich ist nur, wieviele Leute diesem Rattenfänger folgen, der von Versöhnung herzlich wenig hält und mit mit seinem eigenen Intelligenzquotienten aufs Kriegsfuß steht... Es scheint tatsächlich so, als brauche man zum Gewerkschaftsführer nur eine Qualifikation: kein Werkzeug, kein Kapital, keine Unterstützung; wohl aber eine gehörige Portion Dummheit. Was (anhand von Bayern) zu beweisen war...

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