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Saturday 14th of August 2004 Zuerst kam Witvlei auf die Idee: Machen wir doch einen Karneval - aber nur jedes zweite Jahr.Diesem Gedanken schloß sich Lüderitz nach acht erfolgreichen Jahren an. Und nun überlegt man sich in Tsumeb, wo gerade der 38. Tsumka über die Bütt ging, ob der Rhythmus von „alle 24 Monate" nicht Vorteile hat. Das ist keine leichte Entscheidung! In relativ frischer erinnerung sind die Jahre, als der Klubsaal der Mine nicht zur Verfügung stand - und man folglich in die Schule umziehen mußte. Auch diese Krise wurde gemeistert. Und nun haben manche Angst, daß der „deutsche Karneval" verloren geht, wenn man das Programm für alle verständlich (also nicht auf Deutsch) durchzieht. In Windhoek ist man dabei, einen namibischen Karneval zu entwickeln. Der Rahmen kann durchaus „deutsch" oder traditionell bleiben: Mit Schlüsselübergaben, Prinzenpaar, Büttenrednern und natürlich Prinzengarde und mit Helau, Alaaf oder Tsumka/ Wika! Dann wird niemand - erst recht nicht Anderssprachige - etwas dagegen haben, wenn der Inhalt dieses Programms nicht „Hochdeutsch und gereimt" wäre. Der Straßenumzug eignet sich ganz besonders dazu, die GESAMTE Gemeinschaft einzubeziehen. Warum sollte der Tsumeber Prinz nicht mal Afrikaanssprachig sein? Das tut dem Karneval keinen Abbruch! Es wäre schade, wenn Tsumeb „zurück schraubt", denn gerade jetzt haben sich neue Talente angemeldet und alte so richtig etabliert: Vera Weyand ist garantiert noch jahrelang als Büttenrednerin dabei. Bravo! Und Werner Gevers braucht eigentlich zweimal im Jahr Karneval, um sich so richtig auszutoben. Natürlich geht es ans Nervenkostüm eines Dieter Neumann („Das ist der Hammer"), wenn der erfahrene Ex-Prinz und Dauer-Vorsitzende Erich Feierabend plötzlich krank wird. Und auch Regina Himmel wurde manches Mal bis an die Grenzen ihrer Geduld strapaziert. Aber nun, da er vorbei ist, war der Tsumka wieder ganz toll. Das bestätigen sogar die Sponsoren (und auch sie sind überwiegend Nicht-Deutsch!!). Der Umzug war klein - aber Oho. Otjiwarongo zeigte „richtig Spoed" und gewann mit seinem tollen Flugzeug den ersten Preis. Der Kehraus könnte zahlenmäßig ein paar mehr Besucher vertragen haben, aber da war der Kern der Tsumeber Narren vielleicht schon müde... Karneval - das ist auch Heimat füt Zyniker und Witzbolde. Macht weiter! Nicht müde werden! |
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