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Friday 20th of August 2004 Kaltblütiger Mord am hellichten Tage im Touri-stenparadies Swakop-mund! Kurz vorher wurde eine Frau in Windhoek erschossen, als sie mit dem Wagen vor der Einfahrt zum eigenen Hof anhielt. Kurz darauf wird einem Fußballer im Rivier die Kehle durchgeschnitten Wo leben wir denn??!!! Es soll hier nicht um die Polizei gehen, die in Swakopmund zwar auffällig lange brauchte, um an den Tatort zu gelangen. (Man hätte das Stück zu Fuß in weniger als 10 Minuten zurücklegen können - bestimmt aber mehrfach in der Zeit, die unsere Gesetzeshüter brauchten). Immerhin wurden die Verbrecher gefaßt! Auch die Frage, in wiefern Menschen zu Verbrechen beitragen, indem sie Waffen in ihren Autos liegen lassen, bedarf gründlicher Untersuchung! Es soll auch nicht im Vordergrund stehen, ob und wie sich Deutschland auf Hamakari über die Niederschlagung des Herero-Aufstandes äußerte; denn jeder sollte sich Versöhnung auf die Fahne schreiben... Und es soll nicht diskutiert werden, in wiefern Verbrechen nur aufgrund wachsender Armut und Arbeitslosigkeit so schreckliche Ausmaße annehmen können wie just bei uns in Namibia. Mit Mord und Computer-Klau oder selbst das Stehlen eines Handy - wenn man diese Dinge mal in einem Satz aufzählen darf - baut man doch keineswegs die Armut ab!! Auch der Vergleich hinkt, daß die Gräueltaten im Vergleich zum „Frankfurter Milieu" oder zu Methoden der Mafia „harmlos" seien. Was ist denn EIN Menschenleben wert? Ein Mord ist immer genau einer zuviel! Hier geht es ganz einfach um die Tatsache, daß sich „primitives Viehzeug" (denn anders kann man diese Kreaturen nicht bezeichnen) augenscheinlich Frauen als „sanfte Ziele" (soft targets) ausgesucht haben - und nun brutal morden... WARUM??! Weil die Polizei sich (wie alle anderen Instanzen) immer wieder nur hilflos an den „Privatsektor" wendet und um Hilfe bettelt. Weil wir über „Versöhnung" und „politisch korrektes Auftreten" vergessen haben, daß auch wir Forderungen stellen dürfen. Von höchster Regierungsstelle gibt es keinerlei Signal, daß man gegen Verbrechen im allgemeinen und kaltblütige Morde im besonderen rigoros vorgehen möchte. Steckt etwas dahinter? Lassen wir uns tatsächlich nur noch einschüchtern? Es ist relativ müßig, über die Todesstrafe nachzudenken, wo doch der Schaden längst angerichtet ist. Wer zunehmende Verbrechen - und Morde! - nicht lautstark und tatkräftig verurteilt, übersieht die schrecklichen Folgen. Man wird das Gefühl nicht mehr los, daß von einer politischen Elite selbst Morde im Stillen geduldet werden. Aber sieht denn niemand ein, wohin das führt? Macht sich kein Minister oder Präsident Gedanken darüber, daß die jeweiligen Mörder ihren eigenen armen und verhungernden Brüdern nur schaden? Denn: Daß Namibia seine Verbrecher nicht mehr in den Griff bekommt, ist keine Zeitungsente! Es spricht sich herum. Und da hat kaum noch jemand Interesse, sein Geld in diesem Lande anzulegen. Vielleicht sind wir deshalb auf neue Freunde aus Vietnam und China angewiesen, weil sich sonst niemand für uns interessiert. Wer sorgt für neue Arbeitsplätze, wenn hier alles „wegen der Sicherheitslage den Bach herunter geht"? Ist das etwa Vision 2030? Es wird Zeit, daß ganz Namibia in Aufstand gegen jene kommt, die unserem internationalen Ansehen und unserer Zukunft schaden! Vielleicht sollte man regelmäßig (immer größere) Demonstrationen veranstalten - auch gegen Leute, die unverantwortlich mit ihren Waffen umgehen! -, bis Namibia wieder sicher und attraktiv wird. |
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