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Löffelhunde und andere kleine Raubtiere Wednesday 19th of March 2003 Aus der Idee einer jungen Tierärztin, ihre Doktorarbeit über Löffelhunde in Namibia zu schreiben, wurde ein Daueraufenthalt hier im Land. Auf der Farm Nanania bei Maltahöhe ist das Projekt inzwischen angesiedelt. Es wurde Anfang 2000 auf Grundlage der Idee gegründet, wissenschaftliche Forschung und Artenschutz möglichst effektiv miteinander zu verbinden. Hierbei konzentriert sich dass Projekt auf die Erforschung und den Erhalt kleiner Raubtiere auf namibischen Farmen, insbesondere Löffelhund, Erdwolf, Kapfuchs, Afrikanische Wildkatze und Schwarzfußkatze. Dr. Margit Hülpert hat in Leipzig studiert und ist seit fast zwei Jahren in Namibia. Ihr Projekt hat den Segen der nambischen Behörden und findet gute Unterstützung bei dem Ministerium für Umweltschutz und Tourismus. Von Anfang an wurde für das Projekt kein zeitlicher Rahmen festgelegt, sondern auf den Aufbau einer dauerhaften Einrichtung in Namibia hingearbeitet. Auf die Initiierung des Löffelhund-Projektes folgte am 3. Juni 2000 die Gründung des Löffelhund-Vereins in Dortmund und es wurde mit der organisatorischen Vorbereitung in Deutschland und Namibia begonnen, für die praktische Durchführung, die im April 2002 auf dem Gelände der Farm Nanania bei Maltahöhe erfolgte. Die allgemeine Zielsetzung richtete sich insbesondere auf die Erweiterung des Wissens über das Vorkommen und Verhalten kleiner Raubtiere auf namibischen Farmen wie Löffelhund, Erdwolf, Kapfuchs, Afrikanische Wildkatze und Schwarzfußkatze. Schwerpunkt der Forschungsarbeit ist speziell die Situation auf Farmen und Faktoren, welche durch das Zusammenleben mit Nutztieren, Wildtiermanagment und Tourismus bestimmt werden. Insbesondere der Einfluss des jeweiligen Nahrungsangebotes auf die Familiegröße der kleinen Raubtiere, sowie die wechselseitige Übertragung von Infektionskrankheiten, wie der Tollwut, zwischen Wildtieren und Nutztieren und die Anpassung der Wildtiere ist von Interesse. ,,Diese Informationen sind nicht nur vom wissenschaftlichem Interesse, sondern bestimmen auch über das Überleben der Wildtiere auf Farmland", sagt Dr Hülpert, die inzwischen mit einem Namibier verheiratet ist. ,,Zusätzlich soll der gesamte Populationsstatus dieser Tierarten für Namibia festgestellt und diesbezügliche Schwankungen innerhalb der kommenden Jahre dokumentiert werden. Auf diese Weise hoffen wir, sich entwickelnde Bedrohungen einer Tierart rechtzeitig zu erkennen, um schon frühzeitig entsprechende Schutzmaßnahmen in Zusammenarbeit mit Farmern und der namibischen Regierung treffen zu können". Die Kerngruppe des Projekts besteht aus drei Mitgliedern. Andere Forscher, Biologen, vor allem auch namibische Studenten sollen mit einbezogen werden. Neben der Freilandbeobachtung wurde auch eine Auffangstation für verwaiste Jungtiere und verletzte oder kranke Tiere eingerichtet. Im Rahmen des Auswilderungsprogramms werden diese Tiere nach erfolgreicher Aufzucht und Pflege wieder in ihrem natürlichen Lebensraum ausgesetzt. Ein Teil der Wohngebäude auf der Farm wurde schon als Gästehaus genutzt. So ka kann neben der Forschungsstation auch ein kleiner Gästebetrieb aufgebaut werden, der als zusätzliche Einnahmequelle das Löffelhund- Projekt finanziell unterstützen wird. Das berühmte Sossusvlei mit den höchsten Sanddünen der Welt liegt nur zwei Fahrstunden entfernt. Interessierten Touristen kann das Löffelhund-Projekt näher gebracht und für eine weitergehende Unterstützung gewonnen werden. Inzwischen hat der weibliche Löffelhund Fanta vier Junge. Fanta trägt ein Halsband mit Peilsender und kann jederzeit geortet werden |
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