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wahlkampf - Die Zeit für Geschenke Friday 8th of October 2004 Die Wahlen rücken näher. Henk Mudge (RP) hält in einem Swakopmunder Hotel eine Wahlversammlung, aber genau jene Gruppe, für die er einen Platz an der Sonne erkämpfen will, glänzt durch Abwesenheit. Dabei kann man sich das Rennen um den neuen Präsidenten kaum spannender vorstellen. Zugegeben: Kein einziger Unabhängiger tritt als Präsidentschaftskandidat an. Dabei hatten Scherzkekse ständig davon geträumt, daß Frank Fredericks wohl die besten Chancen hätte... In den Reihen jener Wähler, mit deren Unterstützung Koos Pretorius und Henk Mudge in erster Linie rechnen, fehlt derzeit fast jedes Verständnis der namibischen Politik. Sie haben sich derart in die Selbstisolation begeben und dabei „den anderen" das Feld überlassen, daß sie nun vergeblich den Anschluß suchen würden. Das Motto der meisten Weißen: „Laßt uns in Ruhe mit der Politik. Die Swapo macht ja doch, was sie will". Während in den Reihen „der anderen" politisch palavert wird, bis die Sonne untergeht. Wissen Sie, liebe Leser, was ein Justus Garoeb, ein Hamutenya, ein Riruako „hinter den Kulissen" treiben? - Leider bringt uns diese Haltung erst recht nicht weiter (siehe RP-Treffen in Swakopmund). Schade nur, daß jene am meisten meckern, die am wenigsten engagiert oder interessiert sind. Etwa Leute, die nicht einmal als Wähler erfaßt werden wollten. Dabei ist die Präsidentenwahl von Anfang an (Swapo-Kongreß) spannend verlaufen... Da gibt es zum Beispiel ein buntes Sammelsurium an Kandidaten: Pohamba, Ulenga, Mudge, Pretorius, Garoeb, Kaura, Riruako. Und eine neue Partei (NDP) tritt an (die den Begriff Caprivi nun doch aus ihrem Namen gestrichen hat). Aber tatsächlich: Man möchte die Flinte angesichts so vieler Apostel des „politisch korrekten" Kriechens oft genug ins Korn werfen. Denn heute scheint es überwiegend Opportunisten in der Politik zu geben. Das wird so kurz vor Weihnachten besonders deutlich. - Die Zeit des Gebens ist gekommen. Die politisch korrekten Geschenke (und Diskussionen darüber) überschatten sogar die Kandidatenlisten für alle bevorstehenden Wahlen. Die Zeit des Gebens - weil Geschenke jener Menschen, die sich am besten aufs Kriechen verstehen, den Weg durch den Hintern ebnen können. Das gilt nicht nur für Jagdausflüge des Präsidenten... Doreen Sioka hat ein großes Herz. Ein Herz für ihren Präsidenten. Denn während das Parlament über das Abschiedspaket für Nujoma nachdenkt - und die Opposition wenigstens für etwas Gegenwind sorgt -, verschenkt die Dame sogar das „alte" Staatshaus. Volksbesitz, wohlgemerkt! Und niemand im Hohen Haus stellt die Frage, ob so etwas legal möglich ist! Meme Sioka ist jedoch auf die Liste der 10 Top-Favoriten (persönliche Wunschkandidaten Nujomas) gesetzt worden. In überschwenglicher Freude darf man sich doch wohl noch dankbar zeigen. Zumal Weihnachten vor der Tür steht. Ja, aber das dürfen wir nicht - Sachen verschenken, die uns nicht gehören! In der Vergangenheit hat Nujomas Partei leere Versprechen gemacht. Daran erinnert sich der Wähler immer wieder. Nicht nur in der (politisch motivierten) Landreform. Ob das Schicksal dem Präsidenten diesmal wohl übel mitspielen möchte? Denn das alte Staatshaus ist Volksbesitz; Es kann ihm gar nicht geschenkt werden, wenn er nicht mewhr regiert? ODER? Die Stadt Windhoek hat ja auch schon viel verschenkt... |
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