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WRA-Versammlung ein Armutszeugnis Sunday 26th of December 2004 Was sich am vergangenen Montagabend im kleinen Saal des SKW als „WRA-Jahreshauptversammlung" abspielte, war ganz, ganz dürftig. Da bemühen sich ein paar Unentwegte, im Dienste der Gemeinschaft, um klare Verhältnisse, wenn es um unser Steuergeld geht - und sie erhalten auch berechtigten Applaus, - aber fast alle, die das Thema betrifft, glänzen durch Abwesenheit. Gut, diesmal war kein feuriger Appell mit traurigen Fakten von Ilme Schneider vorgesehen. Und auch das Thema Ramatex wurde nur gestreift. Dafür aber durfte man eine Analyse der Stadtratswahl erwarten, bei der der WRA/LCA lediglich 300 Stimmen für einen Sitz im Windhoeker Stadtrat gefehlt hatten. Aber irgendwie bewegt sich die Vereinigung auf einem Grat zwischen Angst und Kritik. Kritik bietet sich von selbst an,solange die Stadt Grundstücke verschenkt (Heldenacker, Staatspalast) oder Millionen Schulden (auch des Staates) nicht eintreiben will/ kann... oder kurz vor Wahlen die Gehälter für ihre Angestellten erhöht. Viele, die aufgrund dieser Mißstände bis zum „zivilen Ungehorsam" getrieben werden, halten sich zurück. Nicht etwa diplomatisch, wohl aber aus Angst: Sie befürchten Konsequenzen für ihre Dauer-aufenthaltsgenehmigung. Und Konsequenzen, wenn es um die Vergabe von „Tendern", also geschäftliche Profite, geht. Angst schüchtert unsere Gesellschaft ein. So liegt der Schluß nahe, daß die WRA ein „zahnloser Papiertiger" sein könnte. Wer sich über die Verschwendung unserer Steuergelder wirklich aufregt (oder auch nur Gedanken macht), kann nicht als „Coach-Potatoe" zu Hause rumhocken... Wenn Ramatex unser Grundwasser vergiftet, sollte es doch möglich sein, die kritischen Stimmen zu einer „schlagkräftigen Gruppe" zusammen zu fassen. Aber nicht einmal die Presse schien sich für die WRA zu interessieren. Und angesichts der Tatsache, daß nur Deutschsprachige zur JHV kamen, sei die Frage erlaubt: Wo blieben die Anderssprachigen und Andersfarbigen? Fühlen sie sich nicht angesprochen, wenn unsere Stadt Gelder verschwendet? So bleibt als Fazit: Die WRA wird aggressiver auftreten müssen - und sei es „nur", indem sie öfter und noch kritischer an die Öffentlichkeit tritt. Denn was sie tut, verdient Applaus. Nicht nur aus Höflichkeit..... |
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