Spenden für Gedenkstein - jetzt an die Altersheime

Friday 11th of February 2005
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Die Spendengelder aus der Initiative zu einem zusätzlichen Gedenkstein am Reiterdenkmal in Windhoek sind jetzt als Beiträge für sieben namibische Altersheime bestimmt. Die deutschsprachige „Reiterinitiative", die sich in einer öffentlichen Aktion um einen zusätzlichen Gedenkstein der Versöhnung bemüht hat, hat am 15. Dezember 2004 vom Nationalen Denkmalsrat von Namibia eine schriftliche Absage erhalten. Der Rat beruft sich auf einen einstimmigen Beschluß vom 3. Dezember 2004. Die Begründung dafür lautet, daß alle nationalen Denkmäler in ihrer originalen und unveränderten Form bestehen bleiben sollen, außer wenn unvermeidbare Reparaturen und Wiederherstellung ausgeführt werden müssen.

Die Reiterinitiative hatte das Vorhaben im Verlauf des Jahres 1994 mit dem damaligen Minister für Erziehung, Sport und Kultur besprochen und dem Denkmalsrat darauf am 24. August 1994 einen ersten Antrag mit Skizze zugestellt. Eine darauf folgende Spendenaktion brachte genügend Gelder für die Ausführung des Projekts ein. Infolge der Verzögerung einer klaren Antwort von Seiten des denkmalsrates sind die Spendengelder zu einer summe von rund N$ 94 000 angewachsen, die von der Reiterinitiative Anfang März 2005 nunmehr für folgende Altersheime aufgeteilt werden:

Altersheim Otjiwarongo, Welwitschia Park Swakopmund, Altersheim Rehoboth, Hermine Offen-Haus Lüderitzbucht, und in Windhoek: Katutura Old Age Home, Susanne Grau-Heim und Potgieter Tehuis.

Die Reiterinitiative hatte in zahlreichen Besprechungen mit dem Denkmalsrat bis November 1997 einen Konsens erreicht, daß folgender Text auf dem zusätzlichen Gedenkstein stehen sollte:Auf Deutsch: „Im Geiste nationaler Versöhnung, begründet in der Verfassung der Republik Namibia, gedenken wir als Beteiligte und Erben von über hundert Jahren neuerer Landesgeschichte aller Opfer kriegerischer Auseinandersetzung bis zur staatlichen Selbständigkeit.

Als Bürger dieses Landes wissen wir uns verpflichtet, die friedliche Zukunft unserer Heimat Namibia in Gerechtigkeit und freiheit gemeinsam zu gestalten.

Eine Initiative deutschsprachiger Bürger, 1998."

Der Denkmalsrat stimmte der Formulierung und der Errichtung eines Steins durch schriftlichen Bescheid am 24. November 1997 zu, wollte jedoch noch die Einwilligung des Kabinetts einholen. Die Reiterinitiative hat auf wiederholte mündliche und schriftliche Nachfragen danach beim Denkmalsrat und anderen Instanzen nie eine schlüssige Antwort erhalten, bis der schriftliche Bescheid vom 15. Dezember 2004 nun die Zusage vom November 1997 widerrufen hat.

Die Reiterinitiative hat in ihrer Sitzung am 17. Januar 2005 nun beschlossen, die Gelder wie oben erwähnt im Geiste der Versöhnung für karitative Zwecke zu verwenden.

Falls Spender ihren ursprünglichen Beitrag zurück verlangen, können Sie sich bis spätestens 1. März 2005 mit Herrn Dieter Springer in Verbindung setzen, Tel. 061-220228.

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