![]() |
![]() |
|||||||||||||||||||
|
Unser NBC wird nicht untergehen Friday 28th of March 2003 Nein, unser Fernsehen wird nicht untergehen! Es wird nicht aussterben - auch wenn finanzielle Mangelerscheinungen uns in die Irre führen wollen. Unserer NBC geht es hervorragend, solange der Große Shafiishuna persönlich das Heft in der Hand hat. Und das ist die pure Wirklichkeit. Zugegeben: Was sich bei unserer lieben Fernseh- und Rundfunkgesellschaft abspielt, würde jedem anderen Unternehmen Sorge bereiten. Eine völlige Umstrukturierung. Entlassungen, die Millionen kosten. Schlamassel in der Kasse. Total veraltete Ausrüstung. Man spricht von uralten Videobändern, die keineswegs zu besserer Bildqualität beitragen. Man sieht, daß TV-Filme nur deshalb gekauft wurden, weil sie niemand sonst haben wollte - also äußerst günstig angeschafft... Man hört, daß die Angestellten Schreibkram und Toilettenpapier selbst mitbringen mußten... Warum eigentlich? Der Staat bezahlt doch! Und der Staat zieht doch genug Dollar aus unseren Taschen (in Form von Steuern). Spaß ist das nicht! Traurig ist das. Da findet nun also eine Säuberung „nach Strich und Faden" statt. Man wird das neue Management kaum wiedererkennen. Aber trösten wir uns: Der hohe Chef persönlich hat die Verantwortung übernommen. Und das zeitigt die ersten Erfolge: Der Infor-mationsminister - denn auch diese Funktion erfüllt unser Großer Sha-fiishuna - schreibt Bettelbriefe. An die private Wirtschaft. Denn da hat man manchmal Erfolg, zumal man immer mal wieder auf die Tränendrüse drücken kann: „Ihr wollt ja nicht spenden - sorry: mitziehen; also seid Ihr wohl gegen die nationale Versöhnung"... Nun, die Bettelbriefe hatten Erfolg. Denn in dieser Woche konnte der wohl bekannteste Infor-mationsminister der Welt verkünden: „Wir haben sie!" Zwei neue TV-Kameras nämlich, die ihm im Staatshaus (im alten, natürlich) überreicht wurden. Nur böse Zungen warnen, daß diese moderne Technologie nicht mit dem alten Zeug in den NBC-Räumen koordinieren wird. Denn bei Computern ist es auch so: Wer einen Teil seiner Ausrüstung „upgraded" kann das Pech haben, daß andere Teile nicht mehr damit übereinstimmen (nicht mehr „up to date" sind) Namibia hat es gut. Wo auch immer ein Tief in die Kassen strömt, hilft Vater Staat mit Taschengeld. Und wie glücklich müssen wir uns erst schätzen, daß der „Vater des Landes" sich selbst so rührend um die Fernsehanstalt kümmert. Vielleicht sogar zu intensiv, so daß manch einer der neuen Manager schon jetzt die Nase von den Reformen gestrichen voll hat... Aber ein moderner Politiker weiß um die Macht des Mediums Fernsehen. Schon deshalb werden wir nicht erleben, daß der staatliche Sender die Türen schließt. Im Notfall hilft (siehe oben) ein Bettelbrief und der tiefe Griff eines privaten Unternehmers in die eigene Tasche. Deshalb machen wir uns auch keine Sorgen, daß die Anzahl der Managerstellen um die Hälfte reduziert wird. - Allerdings, wenn es den Sprachdiensten (auch inhaltlich) an den Kragen gehen sollte, tja dann... - dann denken wir in unserer Ohnmacht weiter... |
|||||||||||||||||||
![]() |
Plus online by Plus Weekly |
![]() |
||||||||||||||||||





