Sichere Passage ums Kap

Friday 28th of March 2003
Michael Rockstroh

Aus Sicherheitsüberlegungen wird die Route ums Kap der Guten Hoffnung für die Seefahrt während der Dauer des Irak-Krieges wieder an Attraktivität gewinnen. Südafrikanische Häfen hätten in diesem Fall vor allem verstärkten Verkehr an Schiffen zu erwarten, die zur Aufnahme von Treibstoff und Proviant festmachen. Wie aus Kreisen der Schiffahrt ausserdem zu vernehmen war, wird während des Irak-Krieges auch mit höheren Versicherungsprämien gerechnet.

Kapstadts Hafenkapitän, Eddie Bremner, erwartet allerdings keinen bedeutenden Anstieg des Schiffahrtsverkehrs im Hafen. Bisher seien den südafrikanischen Hafenbehörden noch keine Meldungen von zusätzlichen Schiffen bekanntgeworden. Falls in Kapstadts Hafen aus diesem Grund jedoch Engpässe entstehen sollten, könnten Liegeplätze jederzeit in Port Elizabeth, East London und auch in der Bucht von Saldanha bereitgestellt werden.

Die einzige Änderung des ursprünglichen Planes, die ihm bekannt sei, sagte Bremner, bestünde darin, daß die Queen Elizabeth II einen Tag früher in Kapstadt anlegen werde, als zunächst geplant war. Gründe dafür seien ihm nicht mitgeteilt worden. Die Passagierschiffahrt befinde sich wegen des Krieges im Nahen Osten derzeit in einer Flaute, wohingegen Supertanker total ausgebucht seien, damit noch möglichst viel Rohöl aus dem Kriegsgebiet zu den Raffinerien geschafft werden kann, bevor dort möglicherweise die Produktion eingestellt wird.

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