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Saturday 30th of April 2005
Am 29. März 1925 lag wieder einmal ein Schiff vor Walvisbay auf Reede. Die Passagiere mußten per Leichter in den Hafen gebracht werden- unter ihnen eine Mutter mit ihrem elf Monate alten Sohn auf dem Arm: Franz Peter Varnhagen Varnhagen lebt nun seit 1980 im Seniorenheim in Swakopmund und erfreut trotz seines Alters weiterhin seine Mitmenschen mit Musik. Auf einem der Fotos ist er mit seiner ca 100 Jahre alten Mandoline zu sehen, die er gerade selbst wieder herrichtet. Stolz ist er auch auf den langen Stammbaum der Varnhagen-Familie. Da hieß es im Mai vergangenen Jahres im "Briloner Anzeiger": 500 Jahre bürgerliche Familie Varnhagen" – großes Treffen in Brilon. Anlaß war der 500. Geburtstag von Johann Varnhagen. Aus allen möglichen Teilen der Welt kommend hatten sich Angehörige in Brilon getroffen-der alte Herr aus Afrika war leider nicht dabei. Sein Vater war als Schriftsetzer für John Meinert ins heutige Namibia gekommen. Max Neef hatte die Ausreise der Familie aus Deutschland arrangiert. Franz Peter Varnhagen ist also in Windhoek aufgewachsen und er hat dort auch seine Tischlerlehre gemacht. Als er 10 Jahre alt war lernte er die Mandoline seiner Mutter spielen. Zwei Jahre später schenkte ihm seine Tante Marie ein Gitarre- eine Mundhar-monika spielen zu können war für ihn sowieso kein Thema. 1945 trat Varnhagen dann der Fortuna Kapelle bei. Als es in Winhoek für ihn keine Arbeit mehr gab, zog er mit Gitarre und Schifferklavier nach Grootfontein und machte sich dort auch selbsständig- seine Musik hat er jedoch nie aufgegeben und vielen Menschen im gesamten Land viel Freude damit gemacht. Die Kinder sind in Vaters Fußstapfeln getreten- die älteste Tochter hat heute noch die Varnhagen Kapelle. Auch der Schwiegersohn machte Musik und so kam es dann zum Varnhagen Orchester, was heute noch sehr beliebt ist. Männerchor, Blasorchester und Kleines Orchester dürfen auch nicht unerwähnt bleiben. Nach dem Tod seiner ersten Frau, die Geige gespielt hatte, hat Vater Varnhagen Grootfontein verlassen und ist nach Windhoek zurückgegangen. Was hat er dort gemacht? Musik, Musik, Musik Als ich mich von ihm verabschiede betont er noch einmal wie viel es ihm bedeute, noch weiter "quetschen" und damit anderen Menschen Freude machen zu können. |
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