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Saturday 21st of May 2005 In Amerika hat die „Newsweek" Probleme. Die Berichterstattung über den Mißbrauch des Korans in berüchtigten US-Gefängnissen beruhte auf nur einer (ansonsten zuverlässigen) Informa-tionsquelle. Bis sich der Chefredakteur des Maga-zins zu einer Entschul-digung durchgerungen hatte, verging wertvolle Zeit. Dennoch: Seine Glaubwürdigkeit ist angekratzt. In Namibia gibt es nicht Falsch-meldungen in solchem Ausmaß, daß sie die Konfrontation zwischen zwei Weltreligionen schüren. Aber es gibt Beispiele dafür, daß man vor lauter Propaganda die Glaubwürdigkeit nicht mehr sieht. So geschehen im Falle der NBC-Berichterstattung über ein Treffen zwischen RP-Chef Henk Mudge und Präsident Pohamba. Allerdings ist niemand seitens der NBC-Spitze gegen die betroffenen Reporter vor-gegangen. Das Wort Glaub-würdigkeit gibt es ja vielleicht gar nicht im Wortschatz der Leute, die solche Reportage von sich geben. Aber interessiert dies den Leser und Hörer solcher Falschmeldungen eigentlich? Eine Blitzumfrage der PLUS ergab: Schreibt bitte keine Politik („laßt die Finger davon"). Und wie steht es dann mit der Glaubwürdigkeit?Es gab einen weiteren Vorfall: Ein Swapo-Abgeordneter fragte DTA-Präsident Kaura im Parlament, ob der Vorschlag über Namensänderungen von der Partei besprochen worden sei. Und wie ein Lauffeuer ging in Windhoek umher: „Der Kaura hat das ja nicht einmal mit seiner Partei abgesprochen". Nichts für ungut. Diese Frage ist noch nicht geklärt! Vielleicht hat er ja... Und wenn wir schon dabei sind: Swapo-Sprecher haben unisono den Vorstoß des DTA-Chefs abgelehnt. Es gibt die verschiedensten Gründe dafür. Auch unbedeutende Argumentationen, wie etwa die, Kaura habe schließlich 15 Jahre Zeit gehabt, und da wundere man sich, wenn er erst jetzt mit dem Gedanken hausiert Tja, wenn wir mal alles auflisten würden, wofür irgendwer (!) schon 15 Jahre Zeit hatte... und was ist geschehen? Der Vorschlag von Herrn Kaura enthält viele Mängel. Bedenklich in höchstem Grade ist, daß er als Herero nur Namen aus der Otjiherero-Sprache wählt. Und und und. So kann man in wenigen Augenblicken abschießen, was Kaura vermutlich in bester Absicht demonstrieren wollte. Nämlich seine Meinungsfreiheit - und den Einsatz der DTA gegen Überbleibsel aus „der" (wellcher?) Kolonialzeit. Oder hatte Kaura etwa Wind bekommen, daß andere Politiker auf dieser Schiene denken - und irgend-wann selbst solche Vorschläge unter-breiten würden? In der Politik gibt es durchaus manchmal „krumme Wege". Doch selbst dann ist es eine Zumutung und fehlgeleitete Selbstdarstellung, mit solchen Gedanken im Parlament anzuklopfen. Das hätten wir im Falle irgend eines anderen Politikers bestimmt auch behauptet. Man sieht ja, zu welchen Eskapaden die Stadtväter in Swakopmund fähig waren - und was kulturelle Werte oder auch historische Merkwürdigkeiten (nicht nur für unseren Tourismus) bedeuten können. Nein, Herr Kaura, so rettet man die DTA wohl auch nicht! Das Stachelschwein Auf dem Wege von Swakopmund nach Windhoek hörte ich am Freitagmorgen die Geburtstagsgrüße von Wilfried Hähner für PLUS im Rundfunk. Fast gleichzeitig lief ein RIESEN-großes Stachelschwein über die Straße. Da kam mir eine Idee: Wilfried Hähner und ich könnten eine Jury bilden, die jährlich den Stachelschwein-Orden vergibt (Nicht zu verwechseln mit dem Schweine-orden des Karneval-Herrenabends, aber durchaus ähnlich). Wir werden Spitzfindigkeiten sammeln (und evtl. auch veröffentlichen), über die man schmunzeln muß.Wenn alles klappt: Demnächst mehr! |
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