Gala-Abend der HAN

Saturday 21st of May 2005
Hans Feddersen

Naja, dachte ich, noch ein Abend unter dem Motto „Wir feiern uns selbst". Widerwärtig zog ich - seit wie vielen Jahren zum ersten Mal? - die Krawatte zurecht und machte mich auf die Socken. Es sollte ein ganz toller Abend werden! Was HAN (die Hospitality Association of Namibia) nach der anstrengenden Woche noch auf die Beine gestellt hatte, konnte sich sehen lassen. So erwies sich zum Beispiel Jacky Asheeke (FENATA) als hervorragende Sprecherin (Hut ab!!). Man merkte ihr an, daß ihre Ursprünge in Amerika liegen - und daß sie den ehemaligen Botschafter in Bonn/Berlin zum Gatten hat. Geschliffen und kurz war ihre Botschaft. Warum es sie in die Slums von Katutura zieht? Weil sie hier ständig neu begreift, daß Arbeitsplätze geschaffen werden müssen. Dazu ist die Tourismusbranche aufgerufen! Ihr Wortspiel mit earth/ Erf war hervorragend komisch! So hatte sie die Lacher auf ihrer Seite. Das hatte allerdings auch Lazarus Jacobs, den man schon vom Karneval her kennt. Ein paar Pointen: „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht schließlich eine Frau, die schon Morgen mindestens Vizeministerin werden kann." „Swakopmund ist doch nicht Khomasdal-Extension 3", „Im Tourismus leben wir nach German Time, nicht African Time". Und an die Preisträger des Abends gerichtet: „Wollen wir doch mal sehen, wer seine deutschen Touristen freundlich und gut behandelt hat - und dafür nun einen Preis gewinnt". Natürlich war der Abend auch eine ernste Angelegenheit. Nicht nur für die Veranstalter, die sich mit Recht auf die Schulter klopfen dürfen. Sondern noch mehr für die Preisträger. HAN setzt sich seit Jahren zur Aufgabe, Gästebetriebe durch einen Wettbewerb zu höheren (Dienst) Leistungen anzuspornen. Auch wenn der Maßstab für große und kleine Betriebe zu unterschiedlichen Debatten führen mag (Wer viele Gäste empfängt und von wem viele Antwortkarten eingereicht werden, der hat größere Chancen - meinen die Kritiker), eines steht fest: Die Dienstleistung und das Wissen des Personals hat sich über Jahre hin eindeutig verbessert. Und es gibt dynamische Leute, die sich (etwa wie die HAN-Persönlichkeit des Jahres, Manfred Goldbeck) unermüdlich einsetzen, daß sich dies alles noch mehr verbessert und Namibia weiterhin ein interessantes, einmalig schönesTouristenziel bleibt!

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