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Heide, es ist doch kein Geld da!? Friday 3rd of June 2005 Es ist kein Geld da, aber das wird kräftig ausge-geben! Deutschlands (Noch-)Entwicklungs-ministerin Heide Wieczo-rek-Zeul verspricht mehr Entewicklungshilfew an Namibia und Versöh-nungsgeld, das Herero, Damara und Nama zugute kommen soll. Geld, das Finanzminister Eichel nicht hat! Und Geld, über das die Rote Heide ab September sicherlich auch nicht mehr verfügt. Durch das Nein der Franzosen und Niederländer kommt der Euro imns Schwanken. Große Industrienationen streiten über einen Schuldenerlaß für arme Länder. So hat eine Geber-konferenz dem Sudan 4,6 Milliarden US-Dollar versprochen... Und dann gab es Streit über die Finanzierung. Konkrete Zusagen müssen deshalb bis zum G8-Gipfeltreffen im Juli verschoben werden. Die Weltgemeinschaft ist sich einig, daß keine neuen Schulden beim IWF gemacht werden sollen. Es müssen unbedingt neue Finanzmittel her. Großbritannien schlug den Verkauf von Gold des IWF vor - und wurde von Deutschland unterstützt. Außerdem meinte London, die Industrienationen sollten Kapital auf den Finanzmärkten aufnehmen. Beides wird von den USA abgelehnt, die aber grundsätzlich für einen 100-prozentigen Schuldenerlaß sind. An dieser Stelle erklärte selbst Heide Wieczorek-Zeul: „Hundertprozentiger Schuldenerlaß würde die Weltbank austrocknen". Hans Eichel ist nicht gewillt,die Entwicklungshilfequote von derzeit 0,3 Prozent des BSP auf 0,7 Prozent bis 2014 aus dem Haushalt zu erhöhen. Er plädiert für eine Steuer auf Kerosin oder Flugtickets, mit der bis zu 8 Milliarden US-Dollar für eine Impf-kampagne in Afrika eingebracht werden könnten. Gedacht wird an bis zu 10 Euro pro Ticket. Natürlich möchten Eichels Kabinetts-kollegen mit einer massiven Erhöhung der Entwicklungshilfe das Ansehen Deutschlands verbessern - gerade auch im Hinblick auf einen ständigen Platz im UN-Sicherheitsrat. Da kann es nicht ausbleiben, daß Eichels Haushalt auseinanderfliegt! Natürlich wußte auch Ministerin Wieczorek-Zeul, daß die Regierung dieses Risiko nicht noch 18 Monate überlebt hätte Der Husarenstreich des Bundeskanzlers lenkt von dieser Problematik ab. Schröder setzt allesc auf eine Karte: Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Und der Roten Heide kanns recht sein. Sie ver-spricht und verspricht und ver-spricht... Nicht aber zur Förderung der Deutschen in aller Welt. Brüh im Lichte... Sarah Connor? Wer is‘n das? Heute weiß es jeder, der sich die Eröffnung der Allianz-Arena in München (im Fernsehen) anschauen durfte. Die 24-jährige Sarah war ein Nervenbündel, das da versuchte, die deutsche Nationalhymne zu singen. Völlig verzogen, verwackelt und verpatzt! Sie war so schwach, daß die Natio-nalmannschaft keineswegs zu höheren Leistungen motiviert war. Kläglicher Höhepunkt dieser „magischen Performance" vor 66 000 Zuschauern im Stadion und 8 Millionen vor den Fernsehapparaten: Statt der Zeile „Blüh im Glanze dieses Glückes" war ihr der Text „Brüh im Lichte dieses Glückes" rausgerutscht. Armes Deutschland! Laut Pisa-Studie fehlt es an allen Ecken und Enden. Und nun haben wir einen neuen, peinlichen Beweis!... Für Entwick-lungshilfe reicht das Geld allemal, aber nur für bestimmte Zielgruppen. Zum Beispiel wartet man in Namibia vergeblich auf eine Anerkennung und Unterstützung des Einsatzes für Muttersprache. Vergeblich. Pfui Teufel, da isoliert sich vermutlich eine kleine, elitäre Gruppe im elfen-beinernen Turm ihrer Mutter-sprache... Diese Gruppe kritisiert die Rechtschreibreform und den (politisch korrekten) Einsatz für Deutsch als Fremdsprache. Wen wundert‘s, wenn manch einem da auch mal der Kragen platzt? Liebes Deutschland, Brüh im Lichte dieses Glückes |
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