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Sunday 19th of June 2005 Ende vergangener Woche eröffnete Namibias neue First Lady Penehupifo Pohamba die erste Ausstellung in Namibia mit Mode und Accessoires, die aus sogenannter Kalahari Seide gewonnen wurden. Frau Pohamba, im modisch-dunkelblauen Kleid, meisterte diesen ersten öffentlichen Auftritt im eigenen Land souverän, eine Winzig-keit an Nervosität anfangs machte sie nur noch sympathischer. Organisiert wurde die Ausstellung in der Omba Galerie von der Firma Team Namibia, die das namibische Güte-siegel „Naturally Namibian" an Fir-men vergibt, die - abgesehen von einer kräftigen Zahlung - auch mehrere Kriterien erfüllen müssen. Nur Mitglieder von Team Namibia durften bei der Ausstellung mitmachen, die also schon das Gütesiegel haben. Um so verwunderlicher war es, daß in keiner der Ansprachen bei der Eröffnung erwähnt wurde, woher die Seide eigentlich kommt. Sie wird in dem kleinen Ort Leonardville aus den Kokons des ,,Brandwurms" (Molopo moth) gewonnen, knapp 20 Frauen haben so Arbeit gefunden, während rund 300 Menschen in der Umgebung die Kokons sammeln und an die Kalahari Wild Silk Company in Leonardville verkaufen. Die Gewinnung dieser Wildseide entstand aus einem Projekt des Agrarministeriums zusammen mit Oxfam Canada und dem Centre for Research Action in Africa (CRIAA). Davon wurde aber kein Wort erwähnt. Projektleiter Ian Cummings war irritiert. ,,Die haben heute Abend nur über namibische Seide geredet, dabei lautet der eingetragene Name Kalahari Wildseide", reagierte Cummings. ,,Von unserem Projekt in Leonardville, das auch Arbeitsplätze schafft, fiel kein Wort", sagte Cummings enttäuscht bei der Eröffnung zu PLUS. Wer mehr über das echt namibische Produkt Kalahari Wildseide erfahren will, wendet sich an 062-569 221 oder wildsilk@criaasadc.org. |
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Plus online by Plus Weekly |
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