Der Stadtrat ist inkompetent

Sunday 17th of July 2005
Hans Feddersen

Den Windhoeker Steuerzahlern steht das Wasser bis zum Hals. Einige sind bereits ertrunken. Und bei der Suche nach den Verantwortlichen für diese Misere wird man schnell fündig: der Windhoeker Stadtrat, bzw. seine beschlußfähige Mehrheit! In der vorigen Woche mußten wir uns fragen, wie es möglich sei, daß die Tarife für Strom und Wasser wieder erhöht werden (Strom um 12 Prozent; Wasser um 12 Prozent und für den Verbrauch weitere 10 Prozent), wo doch die Armut immer größere Ausmaße annimmt. Und in dieser Woche teilt man uns mit, daß die Gehälter der 1454 Angestellten um N$ 19,4 Millionen ansteigen werden. Im vergangenen Jahr betrug der Posten für Gehälter N$ 320 Millionen. Auch die Hauszulagen sollen um bis zu 33 Prozent steigen (je nach Einkommen)... Die Angestellten sollen also zum zweiten Mal in ein paar Monaten auf Kosten der Steuerzahler reicher werden. Und siehe da: Das benötigte Geld soll aus der Grundsteuer abgezweigt werden. Also: Noch eine Abschätzung der Grundstücke? Tatsache ist, daß die Angestellten der Stadt bereits mehr als vergleichbare Beschäftigte im Privat- und halbstaatlichen Sektor verdienen. Der Bürgermeister wünschte sich sogar eine staatliche Subvention zugunsten der zahlreichen Neu-Zuwanderer... Abgesehen davon, daß man die Leistung vermißt, die solche Gehaltserhöhungen rechtfertigen könnte, vermißt man aber auch die Fähigkeiten des Stadtrates, Schulden seitens der Regierung endlich einzutreiben. Wann zahlt Ramatex? Und wann werden die Gebühren für das Staatshaus einkassiert? Gar nicht... Es ist bequemer, diese im nationalen Interesse zu verschenken!! Deshalb sollten sich die Steuerzahler wehren!!!

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