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Saturday 30th of July 2005 Natürlich werden wir einem Gerichtsurteil nicht vorauseilen... Aber der Fall „Avid" zeigt von Tag zu Tag deutlicher, wie sich Partei-angehörige an den Fleischtöpfen unseres Staates bereichern. Erstaunliche Summen werden da einfach abgezweigt. Man lernt, wie enorme Gelder, die im Grunde unseren Senioren zugute kommen sollen, in die Taschen von Menschen wandern, die „rein zufällig" Swapo-Firmen verwalten sollen. Und im Falle Paulus Kapia denken wir an ihn in erster Linie als jenen Politiker, der gegen kommerzielle Farmer ebenso wetterte wie gegen die freie Presse. Was am meisten Sorgen macht ist nicht etwa, daß der Chef von Namangol, Nicolaas Josea an vier Tagen nacheinander Hunderttausende Dollar per Scheck abhob, nachdem er kurz vorher Millionen einzahlte, die für die Sozialversicherungskommis-sion angelegt werden sollten. Vielmehr fragt man sich, was bisher schon aus anderen Unternehmen „spurlos verschwand". Mit der staatlichen Hilfe, die (übrigens jeweils in zweistelliger Millionen-höhe) für Air Namibia, das Swakopmunder sowie das Windhoeker Entertainment Centre ausgeschüttet wurde, - könnte damit nicht viel besser für die Alten im Lande gesorgt werden? Mit der staatlichen Rente können sie sich kaum einen Fernsehsender leisten. Aber das scheint unsere Parteiangehörigen wenig zu kümmern, solange sie sich selbst bereichern können. Wer sind schon die Alten? Der Prozentsatz an „alten Wählern" ist ver-schwindend gering. In der Politik werden sie nicht mehr viel bewegen. Und im Selbstbedienungsladen Namibia mit seiner Umverteilung der Werte haben Alte nichts zu sagen... |
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