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Sunday 14th of August 2005 Aus ideologischen Gründen soll eine Landreform stattfinden. Denn: Es kann doch nicht angehen, daß ein paar (wenige) HAVES „mehr als 85 Prozent" der Bodenfläche Namibias besitzen. Und deshalb sogar reich werden. Umgekehrt müssen „340 000 HAVE-NOT-Familien" umgesiedelt werden (wieso müssen, wenn nicht wegen politischer Versprechen???). Es könnte also durchaus die Situation entstehen (trotz der Verfassung und des Prinzips „williger Käufer - williger Verkäufer"), in der sich niemand mehr für eine Landreform hergibt oder dazu bereit ist. Frage: Ist dieser Sättigungspunkt tatsächlich erst erreicht, wenn alle HAVE-NOTS umgesiedelt sind? Oder gibt es auch wirtschaftliche Überlegun-gen? Und wie steht es heute schon um die Bodenfläche? Wann wird die Regierung selbst das Interesse am Kauf von Farmen verlieren? Und was passiert, wenn sich die Statistik plötzlich ändert und dann wenige HAVE-NOTS immer größere Teile des Landes besiedeln (aber nicht erfolgreich bewirtschaften)? Der NAU-Präsident erklärte im Rundfunk-Interview, daß es um etwa 68 Millionren Hektar kommerziellen Farmlandes geht. Der Rest ist: Park, Wüste oder Staatsland. Von diesen 68 Millionen seien derzeit (nur) noch 28 Millionen ha im „weißen Besitz" - weniger als die Hälfte! Hier leben heute noch 35 000 Arbeiterfamilien. Wenn man nun aber eine unpraktische Norm von 1000 ha (Parzellen) pro HAVE-NOT-Familie berechnen könnte, hätten hier 28 000 Familien eine Existenz, also (wie Raimar von Hase ganz richtig herausstellte:) „7 000 Familien weniger als jetzt dort leben". Unsere Frage: Wenn heute nur noch weniger als 42 Prozent der Fläche im „weißen Besitz" simd, wer besitzt den anderen Teil? Und wann wäre der Hunger nach Landreform gestillt?? |
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