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Darüber sollte man sich mal Gedanken machen Sunday 11th of September 2005 Nicht nur Gedanken sollten sich gemacht, sondern vielleicht auch etwas unternommen werden. Da trödeln z.Zt. Kinder so im Alter zwischen 10 und 12 Jahren an der Swakopmunder Mole herum. Zunächst paßt das mit ins Bild der gemächlich spazieren gehenden Urlauber. Die Szene verwandelt sich aber sehr schnell, wenn jemand in sein Auto einsteigen will. Aus den paar trödelnden Kindern sind Trauben von Herumlungernden geworden, die das Fahrzeug buchstäblich belagern und von allen Seiten auf den Besitzer einreden. Einer der Jungen war dann auch schon fast im Auto drinnen- er hatte aller-dings übersehen, daß darin bereits ein Hund saß…… Niemandem ist etwas passiert. Es soll hier nur darauf aufmerksam gemacht werden, daß man auch beim Spaziergang an der Mole sich selbst nicht zu sehr vertrödeln darf- ganz abschalten ist nicht angebracht. Den jungen Künstlern und Anden-kenverkäufern ist die Mole von der Stadtverwaltung verboten worden- sie können sich wie die anderen Händler in den dafür vorgesehenen Gebieten Stände mieten. Laut Stadtdirektor Demasius wurde diese Maßnahme aus Sicherheitsgründen getroffen. Und nun die Frage: Könnte nicht so ab und an einmal ein Polizist die Mole patrouillieren, damit oben erwähnte Schlauberger gar nicht erst auf dumme Gedanken kommen? Das folgende Problem teilen sich Walvisbay und Swakopmund mit z.B. auch Windhoek: junge Männer, die diskret aus der Hosentasche herausgeholte Waren anbieten: Brillen und Parfum sind die Lieblingsobjekte. Wo kommen diese Sachen her und wieso gibt es Menschen, die sie auch noch auf offener Straße kaufen? Denn, greift ein Mutiger zum handy, sind die Bürschchen schnell verschwunden- das beweist doch, daß…..oder? Warum greift hier die Polizei nicht ein? Themawechsel und doch ein ebenfalls trauriges Kapitel ist das - leider zu oft beobachtete - Verhalten von Kunden gerade Kassiererinnen gegenüber. Herablassend, ungeduldig und sie einfach duzend. Das ist auch einer Touristen aufgefallen, die in einem Gespräch erklärte, daß sie dieser Namibia-Urlaub traurig mache. Sie sei mit vielen in der Tourismusindustrie tätigen Deutschstämmigen zusammen-gekommen, die sehr deutlich, ja lautstark, ihre Meinung hinsichtlich Mitbürgern anderer Hautfarbe zum Ausdruck gebracht hätten. Von Respekt, Menschenrechten und dem Willen zum Miteinander sei da nichts zu merken gewesen. Sie reise mit einem bitteren Nachgeschmack und in dem Bewußtsein nach Hause, daß derartige Vorkommnisse dem Land und vor allem auch denen schaden, die sich um ein Miteinander bemühten. Hoffentlich kann die Touristen während des restlichen Namibia-Urlaubs noch davon überzeugt werden, daß es sich bei den Vorfällen oft um Gedankenlosigkeit handelt und sie doch nicht mehr die Norm sind. |
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