Musikwochenende und Abschied von Bischof Keding

Sunday 11th of September 2005
Ingrid Tworeck

Mit dem so fröhlichen Lied: „Singen tut gut, singen macht Spaß" (Uli Führe) nahmen die diesjährigen Singtage der DELK am Donnerstag Abend mit 50 Teilnehmern ihren Anfang. Im Laufe des Wochenendes wurden unter Leitung von Dörte Witte und Bischof R. Keding mehrere Musikstücke einstudiert – u.a. der wunderschöne Chorsatz „Befiehl dem Engel, dass er komm" (D. Buxtehude) u. der 150. Psalm von A. Mendelssohn. Vor jeder Chorprobe hielt Bischof Keding eine kurze Andacht.

Das Haus der Jugend war für dieses Wochenende von kundigen Händen geschmückt worden. Unermüdlich sorgte das Kantorei-Komitee für das leibliche Wohl der SängerInnen, von denen etliche aus dem ganzen Land an diesem musikalischen Ereignis teilnahmen.

Am Samstag Nachmittag besuchte der Chor die 3 Pflegeheime Swakopmunds (Prinzessin Rupprecht-Heim, Lions Heim, Antonius Garten), um den Bewohnern mit ihrem Gesang eine kleine Freude zu bereiten.

Bei einem geselligen Beisammensein am Samstag Abend wurden alte Bekanntschaften aufgefrischt und neue hinzugewonnen. Dörte Witte erntete viel Heiterkeit bei einem von ihr inszenierten Spiel.

Am Sonntag fand das Abschlusskonzert in der Evangelisch-Lutherischen Kirche statt. Die Damen K. Tietz und C. Hanken (Violine), U. Witte (Cello) und E. Herzberg (Klavier) begleiteten einige der Chorgesänge auf ihren Instrumenten. Dank der großzügigen Spenden, u.a. vom Freundeskreis der Kantorei, hatte der Flügel überholt werden können und kommt nun wieder oft zur Geltung.

Der Chorkanon „Lobe den Herrn, meine Seele" leitete über zu Bischof Kedings Festansprache, die auf Markus 1, Verse 40 – 45 basierte. Die Geschichte der Heilung des Aussätzigen benutzte Bischof Keding, um den Bezug zu unserem heutigen Alltag herzustellen.

Während sich anschließend an den Gottesdienst viele Kirchgänger, die der Einladung ins Haus der Jugend gefolgt waren, mit Kaffee und Kuchen stärkten, erteilte Pastor Tietz nacheinander Frau Irmela Erlank-Rethemeyer für die Gemeinde Swakopmund und Herrn Daiber für die Gemeinde Walfischbai das Wort.

Frau Erlank-Rethemeyer sagte in ihrem Grußwort an Bischof Keding, dass sein Abschied ein großer Verlust für die deutschen Gemeinden und für die lutherischen Kirchen sei. Seine Dreisprachigkeit und ausgleichenden Gespräche hätten es ihm ermöglicht, eine gute Verbindung zwischen den Schwesterkirchen herzustellen. Bischof Kedings vorausschauende Sorge in die Zukunft der zu betreuenden Gemeinden habe die Ausbildung von Laienpredigern ins Leben gerufen.

Auch seine sonntäglichen Predigten im Radio haben das geistige/geistliche Leben unserer Gemeinden im Lande bereichert, sagte sie. Seine Liebe für die Musik und daraus resultierend sein Einsatz für die Kirchenmusik würden uns in Zukunft sehr fehlen.Zum Ab-schluß meinte Frau Erlank-Rethe-meyer, Bischof Keding „fitted us like a glove" – wie ein guter Handschuh gepasst habe – zu unserer Kirchenwelt in Namibia und wünschte ihm in seiner neuen Umgebung ein gutes Einleben und ebenso segensreiches Wirken wie in Namibia.

„Auf-Wiedersehen" – mit diesem Wunsch schloß Frau Erlank-Rethemeyer ihre Ansprache.

Herr Daiber wies auf die Vielseitigkeit Bischof Kedings hin, die sich in den Farben seines Talars und der Stola ausdrücken:

Er meinte dazu: Silber und weiß ver-sinnbildlichen die Helligheit Bischof Kedings Wirken;Lila stehe für die Würde in der Erfüllung seines Amtes; Grün für das durch sein Wirken veranlasste geistige und zahlenmäßige Wachstum der namibischen Gemein-den; Gleiche Farbigkeit des Lebens und Wirkens Bischof Kedings in seiner neuen Gemeinde sehe er voraus.

Herr Daiber wünschte sich, dass die geschlagenen Brücken bestehen bleiben und der Kontakt mit Bischof Keding gepflegt wird.

Zum Abschluß hatten die Anwesenden Gelegenheit, dem Bischof persönlich adieu zu sagen.

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