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Saturday 17th of September 2005 Ökotourismus ist ein Begriff, mit dem -auch in Namibia- viel hausiert wird und ebenso stellen weltweit Reisende entsprechende Ansprüche an die Anbieter. Manchmal kommt jedoch das Gefühl auf, daß weder die eine noch die andere Partei weiß, wovon sie spricht. Umwelt-schützer in Namibia haben es schwer, sich verständlich und Mitbürger auf die Dringlichkeit ihres Anliegens aufmerksam zu machen. So hieß es vor kurzem in einer Tageszeitung- offensichlich nach (unüberlegtem?) Hausen in Wildgebieten: ‘Stupid comments are made like "I am a Namibian and this is my country and I can do what I want with it." Only when it suits them, but they are the first to complain when restrictions are imposed and their freedom of movement is limited. Nobody wants to spoil their fun in nature, but a lot more respect for their surroundings and other people should be exercised as well as sticking to some of the bush rules.’ Im allgemeinen neigt der Mensch ja dazu, mit Vorschriften und Auflagen eher lax umzugehen. Man denke da bitte an die Vorfälle am Kunene an der Grenze zu Angola- sicher war das Verhalten der Grenzbeamten alles andere als korrekt, aber das Verhalten der Gäste könnte doch wohl als Beihilfe zur Tat gewertet werden. Ich habe zwei Swakopmunder im Tourismus tätigen Damen diesbezügliche Fragen gestellt und beide sind sich einig: Touristen werden in ihren Heimatländern und auch bei ihrer Ankunft in Namibia nicht ausreichend über die Gegebenheiten des Gastlandes informiert. Sie werfen aber auch der Presse vor, Vorfälle reißerisch und einseitig aufzubauschen. Beide Damen haben jedoch das Vertrauen in die Tourismusindustrie nicht verloren und sich auf diesem Gebiet selbsständig gemacht: Almut Styles hat in diesem Monat das Informations-Zentrum "Namib I" übernommen. Neun Jahre war sie in diesem Unternehmen tätig, zuletzt als Geschäftsführerin, und hat dement-sprechend Erfahrungen gesammelt. Nun glaubt Almut fest daran, daß sie mit Namib I im Privatbesitz noch viel mehr erreichen kann. Die Herausforderung sei eine größere geworden und es gäbe keine Ausreden mehr wie: ach, laß’ den Staat mal machen. Almut sagt, daß die Unterstützung seitens der Tourismus-Industrie immer gut gewesen sei und sie werde im alten Stil weiterarbeiten. Einige Dienste sollen jedoch erweitert werden wie z.B. das Informationssystem im Informationsbüro- der Gast soll die gewünschten Broschüren gezielt finden können. Die Einrichtung dieses Systems sei zwar kostspielig, aber notwendig und für die gesamte Industrie von Vorteil. Ein ganz großes Ziel - so Almut – sei, das "Martin Luther" Projekt für Namib I zu übernehmen und z.B. durch Einrichten eines kleinen Museums, eines informellen Marktes u.sw. darauf aufmerksam machen, daß die alte Dame vor den Toren Swakopmunds nationaler Besitz ist. Bevor der Gast also in der Ortschaft landet, könnte er sich schon einmal in Ruhe über die Geschichte informieren und die alte Dampflok bestaunen. Theresa Rothmann denkt hinsichtlich Tourismus in Namibia ebenfalls positiv und hat sich entschlossen, ein eigenes Buchungsbüro zu eröffnen. Theresa war einige Jahre für Namib I tätig und Touristen konnten von ihren umfassenden Namibia-Erfahrungen profitieren, die sie bei den Reisen mit ihrem Mann Sakkie sammelt. Neben dem Schreiben und Zusammenstellen seiner vom Üblichen abweichenden und daher so beliebten Reiseführer/Bildbände bietet Sakkie nämlich noch gezielte Fotoführungen für Selbstfahrer an. Theresa reist also weiter mit ihrem Mann durchs Land, um sich auch alles neue selbst anzusehen . Sie wird ihren Kunden Namibia in den anschaulichsten Farben schildern, über Aktivitäten informieren, Anregungen und auch die oft so notwendigen Hinweise geben. Sie betont jedoch, daß sie keineswegs ein Informationsbüro unterhält. Sie liebt es, mit Menschen aus aller Welt zusammenzukommen und ihnen das doch so sehr schöne und interessante Namibia zu zeigen. Daß Namibia wahrlich für Interessierte weltweit einiges mehr bedeuten und seine Umwelt demzufolge entsprechend erhalten bleiben sollte, erfährt man übrigends in dem Buch "Archaologically Yours". Der Name Richard Leaky steht inernational als Synonym für die Erforschung des menschlichen Ursprungs und hier in Namibia haben wir Dr. Beatrice Sandelowsky, die sich gewissermaßen auf den gleichen Spuren bewegt. In ihrem Buch "Archaologically Yours" befaßt sie sich mit der Vorgeschichte der Menschheit und das naürlich besonders auf Namibia bezogen. Es kommen da erstaunliche Erkenntnisse zum Vorschein und man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, das wirklich leicht verständlich und spannend geschrieben ist. An einer Stelle dieser "persönlichen Reise" heißt es nämlich: The evidence we were collecting was not only documenting past climatic changes, but was also highlighting that Namibia was occupying a corner if not more of the emerging cradle of humanity on this planet. |
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