Lehren aus der Geschichte

Saturday 12th of April 2003
Anonym

Soweit die Menschheit zurückdenken kann und geschichtliche Überlieferungen darüber existieren, zieht sich eine wichtige Erkenntnis wie ein roter Faden durch die Geschichte: mächtige Staaten kamen und gingen!

Vom Altertum bis in die Neuzeit können wir dieses Phänomen beobachten, bzw. darüber nachlesen. der letzte Zusammenbruch einer weltmacht (heute heißt es: Supermacht) liegt erst ca. 13 Jahre zurück: der Zusammenbruch der UdSSR. Bei den einzelnen Zusammenbrüchen gaben die verschiedensten Gründe den Ausschlag - aber trotzdem haben sie alle gewisse Gemeinsamkeiten. - Jedesmal wenn eine "Weltmacht" sich auf dem absoluten Höhepunkt wähnte und glaubte, unangreifbar und unverletzlich zu sein, setzte Überheblichkeit, Arroganz und Dekadenz ein. Man war der Meinung, auf die Ansichten und Wünsche der eigenen Bevölkerung oder anderer Partner oder Bündnisgenossen keine Rücksicht nehmen zu müssen. Diese Verhaltensweise leitete in den meisten Fällen den Niedergang ein.

Wenn wir uns die heute einzige Supermacht USA ansehen, dann drängt sich die Überzeugung auf, daß diese jetzt diesen Punkt erreicht hat oder zumindest darauf zusteuert. Während der Zeit des „Kalten Krieges" war Westeuropa ein durchaus geschätzter Partner, auf dessen Meinung man, wenn auch manchmal knurrend, gewisse Rücksichten zu nehmen hatte. Nachdem dieser Grund wegfiel, hat man es mit einem sich dauernd vergrößernden Wirtschaftsblock zu tun, der sich langsam aber sicher zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten auf dem Weltmarkt entwickelt. Diesen Machtblock zu spalten und Uneinigkeit in den Reihen der EU-Partner zu säen, ist den USA im Rahmen der Irak-Krise fast gelungen. Es bleibt nur zu hoffen, daß die EU-Partner dieses Ziel erkennen und wieder zu einer gemeinsamen Haltung zurückfinden.

Für dieses Ziel der USA, diesen sich bildenden Wirtschafts-Machtblock auszuschalten, nimmt es die USA sogar in Kauf, die dringend für den Weltfrieden benötigte Institution der UNO zu zerstören, wobei noch zu bemerken ist, daß die USA der größte Schuldner bei der UNO ist.

Wenn man also die derzeitige US-Regierung betrachtet, muß man zu der Überzeugung gelangen, daß sie an Überheblichkeit (die fast schon an Größenwahn grenzt) und Arroganz kaum zu überbieten ist. Diese Regierung ist die charakterlich und moralisch schwächste Regierung,, die die USA nach dem zweiten Weltkrieg hatte. Durch die Art ihres brutalen Auftretens in den letzten Monaten hat sie den ersten Schritt zum Niedergang einer großen Nation eingeleitet. Den nächsten Schritt zum Niedergang könnte die Wählerschaft der USA einleiten, indem sie diese Regierung bei der nächsten Wahl bestätigen würde.

Name ist der Redaktion bekannt

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