Wenn das kein Grund zum Kotzen ist

Saturday 17th of September 2005
Hans Feddersen

Da frage ich neulich meinen Tankwart, was wohl so ein Tropfen Benzin kostet. „Nichts", antwortet der. Meine nochmalige Frage - zur Bestätigung sozusagen: „Was ist ein Tropfen Benzin wert?" Antwort wieder: „Nichts" - Aber den Tank wollte er mir dann doch nicht „tropfenweise" füllen. der kluge Mann hat früh genug gemerkt, daß die Sache mit dem Benzin wohl doch einen Haken haben muß. Nirgends gilt der Satz von den Reichen, die reicher werden und den Armen, die ärmer werden, so sehr wie in der Treibstoff-Industrie. Namibia spielt da keine Rolle. Wir importieren und verbrauchen ja auch im Vergleich zu anderen Nationen nur relativ „tropfenweise". Und wer kann uns wirklich erklären, warum ein Hurrikan über US-Ölfördertürmen den Benzinpreis bei uns um sage und schreibe 40 (in Worten: VIERZIG) Cent pro Liter (nicht etwa pro Tank!!) in die Höhe jagt. Oft genug haben wir beklagt, welche Preistreiberei aus dem höheren Benzinpreis entsteht: Alles wird teurer!! Erst recht in einem Land, das aufgrund seiner entfernungen nicht auf Transport verzichten kann. Die Inflationsrate wird uns noch Albträume bescheren. Frage: Von welchem Lieferanten sind wir (Namibia) denn soooo abhängig, daß wir (Namibia) dieses „Spielchen" mitmachen muß? Nicht einmal zu Kriegszeiten gab es derartige Preiserhöhungen! Nächste Frage: Die USA wollen auf Reserven zurückgreifen (und fordern sogar ihre Handelspartner auf, die Reserven von 1975 zu verbrauchen). Steckt dahinter nicht sogar die Angst vor dem Atomstreit mit Iran? Denn eines ist sicher: bei Sanktionen gegen Iran (mehr noch als gegen Nordkorea) steigt der Ölpreis wieder... Nur: Was hat das mit unserem (tropfenweise!!!) Benzin zu tun?

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