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Friday 23rd of September 2005 Die ,,Gartenstadt" Tsumeb mit rund 15000 Einwohnern lebt vorwiegend vom Bergbau. Schon die Buschmänner fanden hier - in einem Malachit Hügel - Kupfer und tauschten es mit den Ovambos gegen Tabak ein. Ursprünglich war das Gebiet umTsumeb von San oder Buschleuten bewohnt. Sie waren auch die Entdecker der hier dicht unter der Erdoberfläche lagernden Kupfererz-Vorkommen und in der Lage, aus diesen Erzen im sogenannten „Termitenofen-Verfah-ren" (dabei wurden Termitenhügel wegen ihres besonderen Belüftungs-systems als einfache Hochöfen benutzt) Kupfer zu gewinnen und zu verarbeiten. Daraus entwickelte sich ein schwunghafter Kuper-Handel mit den nördlich siedelnden Ovambo, die aus dem Metall kunstvolle Ringe und Halsketten schmiedeten. Die Nachricht von diesen Erzvorkommen blieb natürlich auch den Weißen nicht verborgen. So wurden seit Anfang des 19.Jahrhunderts mehrere Expeditionen in das Otavi-Bergland unternommen, um die Erzvorkommen und deren Abbaumöglichkeiten zu erkunden. Um 1900 begann man mit sdem industriemässigen Bergbau von Kupfer, Blei, Silber, Zink und Cadmium. erhielt die South West African Company die Minenrechte über diese Fundstätten. 1899 begann die planmäßige Erschließung der Minen durch englische Ingenieure und nach Gründung der deutsch-englischen Otavi-Minen-und Eisenbahn-Gesellschaft (OMEG) - einer Tochter-gesellschaft der South West African Company – am 6. April 1900 der Abbau. Ende 1900 wurde die erste Ladung Erz mit Ochsenwagen nach Swakopmund gebracht, um von dort aus per Schiff mit der Woermann-Linie nach Europa transportiert zu werden. Der Erzgang von Tsumeb - er ist vulkanischen Ursprungs - enthält jedoch weitaus mehr Minerale, zum Teil sehr seltene. Insgesamt wurden 217 verschiedene Minerale gezählt. Nirgends auf der Welt wurde bislang eine solche Vielfalt gefunden. Über die Wunderwelt der Minerale und Kristalle kann man sich im heimatkundlichen Museum von Tsumeb informieren. Die engagierte Kuratorin Ilse Schatz hat das Museum 1975 gegründet und auch eine Chronik über Tsumeb geschrieben. |
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