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Saturday 15th of October 2005 Sie entwickeln (manchmal im elfenbeinernen Turm der Arbeitslosigkeit) revolutionäre Ideologien, mit denen man die Welt verbessern könnte. Oft genug reicht für ihre Karriere aus, „politisch korrekt" zu sein, also dulden sie keine Kritik. Nicht einmal den Spiegel, den ihnen irgendwer vorhalten möchte, der nicht zu dieser Elite gehört. Hinter der Fassade ihrer Scheinwelt gibt es keine vielschichtige Wahrheit. Ihre „Wahrheit" läßt nur ein ganz kleines Fenster offen: Mit engem Blick betrachten sie das Leben; ihr Engagement toleriert kaum das Engagement anderer. Mit Ionesco könnte man ihnen „Rhinozeritis" vorwerfen, denn sie leisten in Angleichung an andere Widerstand „von innen" und bleiben in ihrem „Mit-der-Zeit-Gehen" stecken. Unbeweglich halten sie an der eigenen Theorie fest. Und willst Du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich Dir den Schädel ein. Plötzlich wird es schick und empfehlenswert, sich in ein Nashorn zu verwandeln, in eine bösartige, alles zertrampelnde Bestie. Irgendwann reiht sich jeder (zumeist instinktiv) in den Marsch der Rhinozerosse ein. Während sie in ihrer Scheinheiligkeit das Leben zerschwatzen - und letztendlich verpassen. Ihre Dialoge gleichen einem Hokuspokus der Scheinheiligkeit... wenn sie nicht so ernst wären. Je absurder das Leben, desto verdaulicher wird es. Nur wenn das komplexe Leben mit seiner Unbegreiflichkeit und abgründigen Langeweile vereinfacht werden kann - bis hin zur Banalität -, braucht man sich mit Moral und politischen Verhältnissen (oder Wahrheiten?) nicht mehr zu befassen. Politisch korrekt ist, was dem Rhinozeros gefällt. - Finden Sie, liebe Leser dies lächerlich? Keineswegs! Denn hier geht es um Leute wie den Plakatträger Methuzal Matundu und seinen Kollegen Gerson Ndjavera („Kill all Whites"). Die Revolution entläßt ihre Kinder... |
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