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Farmer und NAU packen Zukunft an Saturday 15th of October 2005 Die Namibia Agrarunion (NAU) und ihre Mitglieder ha-ben die Zukunft fest im Visier. Bis zum Jahre 2030, wenn der nationale Entwicklungsplan ,,Vision 2030" erfüllt sein soll, werden die kommerziellen Farmer ihren Beitrag liefern, daß die namibische Landwirtschaft wichtiger Wirtschaftsfaktor bleibt, sowie der Export von Fleisch und anderen landwirtschaftlichen Produkten erhöht wird. Diese Woche fanden die Jahreskongresse der Lebendvieh-produzenten (LPO) und der NAU in Windhoek statt. Die Sorgen, wieviele Farmer sich in 25 Jahren noch Besitzer ihrer eigenen Scholle nennen können bleibt, das Schreckgespenst Enteignung läßt sich nicht vertreiben. ,,Wir werden ständig kritisiert, wie schlecht wir sind betreffs der Arbeitnehmer und unseren Beitrag angeblich (zur Landreform) nicht liefern, wir sind ,,gatvol" (haben die Nase voll)", meinte der Farmer Siggi von Lüttwitz in einer Sitzung. „Wir haben Angst, einen Brief zu erhalten, daß wir unsere Farm der Regierung verkaufen müssen", faßte ein anderer Farmer die Stimmung zusammen. Landreform ja, aber vernünftig und in gemäßigter Form, zum Marktpreis und in Beratung mit den betroffenen Farmern, die teuer entwickelten Farmern sollen ja nicht brachliegen nach einer Enteignung, das war die Grund-stimmung. Doch andere Sorgen kommen hinzu: die Verbuschung hat derart zugenommen, daß indgedamt nur noch 800 000 Rinder auf kommerziellen Farmen weiden. Vor wenigen Jahren waren es noch 2 Millionen Rinder.Das angestrebte Ziel, jährlich 180 000 Rinder an die hiesigen Schlachthöfe zu liefern, ist nicht erreicht, nur 120 000. ,,Zu viele Far-mer, vor allem Neufarmer setzen auf Schlachtvieh, weil das weniger Arbeit und schnelleren Gewinn bringt", so die Experten. Nur noch 60 von 100 Kühen haben Kälber, die nationale Rinderherde wird immer kleiner. Auch Wasser als Ressource ist gefährdet, Bohrlöcher versiegen oder liefern weniger Wasser, der Grund-wasserspiegel sinkt, die NAU strebt ein Gremium an, daß Wassernutzung kontrollieren soll.Auch ein unabhängiges landwirtschaftliches Forschungsinstitut soll ins Leben gerufen werden. Beim Galadinner der NAU am Mittwoch abend schlug der Gastredner, Premier-minister Nahas Angula einen Ausschuß vor, der sich um die Belange der Farmarbeiter kümmert. Angulas Beamten haben wohl verpaßt, daß solch ein Gremium schon seit längerer Zeit existiert. Als beste Farmerin wurde Vivian Classen gekürt, bester Jungfarmer ist Jörg von Dewitz, Summer-down ist der aktivste Farmerverein und der NAU-Zweig vom Mais-Dreieck erhielt den Preis für die aktivste Filiale. Einer der Sponsoren, Gerson Katjimune von Mutual & Federal, kündigte an, seine Firm würde 2006 einen Preis für den besten schwarzen Farmer stiften, „damit wir auch ein paar schwarze Gesichter aufs Podium bekommen", meinte er. Das war deutlich. So ein Preis hätte es schon längst geben müssen. |
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