Chief Santos gewinnt

Thursday 17th of April 2003
Civics

Der Wettergott hat es mit der Partie gegen Cuca Tops aus Rundu nicht gut gemeint. Nach fünf Minuten spielerischen Abtastens war der Fußballfan geneigt Pudelmütze und Schal aus dem Schrank zu holen, so regnete und hagelte es aus dem grau verhangenen Himmel über Khomasdal.

Es half nichts, das Spiel wurde auf 21.30 ins Independence Stadion verlegt.

Auf dem relativ gut bespielbaren Rasen zeigten dann die „Civilians" den Okawango Riders, was eine Harke ist. Die 2:1 Niederlage aus dem Hinspiel mußte geklärt werden. Dem gekonnten Kombinationsspiel der Weinroten konnten die Cuca Tops aber auch gar nichts entgegensetzen.

Mit bereits 7:0 für Congo Hindjou und seine Mannen, ging es in die Pause. Danach ließ man es gemütlich angeghen und legte noch vier weitere Eier den Cuca Tops ins Nest. Ein Zwei-Klassen-Unterschied stellte der versierte Fußballfan trocken fest.

Heini Isaacks (2), Kongo Hinjou (3), Donnie Isaacs (1), Richard Vendura (2), Costa Khaiseb (2) und Breadly Wearman (1),waren die Torschützen für den Gastgeber.

Chief Santos

Sonntag 15.00 begann die mit Spannung erwartete Partie gegen die Orange-Grünen aus Tsumeb, Chief Santos. Die „Bethlehemboys" nahmen sofort das berühmte Heft in die Hand und führten nach schöner Vorarbeit von Isaaks und Hindjou durch Khaiseb verdient mit 1: 0. Die Civics brannten ein Feuerwerk von schönen Fußballkombi-nationen ab, doch das zweite Tor wollte nicht fallen. Khaiseb und Hindjou vergaben aus aussichtsreicher Position. Chief Santos konnte allmählich den Belagerungsring sprengen und brachten die Civics Abwehr eins um andere Mal in Verlegenheit. Dem überragend spielenden Manndecker Amos Shiyuka von Civics gelang es, einigerrmaßen Ordnung in seine konfuse Abwehr zu bringen. Die Offiziellen von Civics ahnten Böses und der NFA Präsident Petrus Damaseb konnte den Civics- Boß H. Scharnowski auch nicht vom Gegenteil überzeugen.

Im zweiten Durchgang machten nun die „Sugar-Boys" Druck. Sie wollten den Ausgleich - und die Liga für sich entscheiden. Tod oder Leutnant hieß die Parole. Nach einem 20 minütigen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten war es wiedermal Gerros Witbeen, der in weltmeisterlicher Manier einen Flugkopfball knapp über den Boden aus einem Eckball ins gegenüberliegende Dreieck katapultierte. Ein Traumtor, - das Stadion tobte, der Gegner nickte anerkennend. Die Civics -Coaches reagierten sofort und brachten mit „Rastaman" Kaskas Angula und Richard Vendura zwei neue Asse in die Sturmreihen. Die Civics erspielten sich jetzt einen leichten Vorteil und als Angula und Hindjou zweimal durch den überragenden Gästekeeper am Zelebrieren gehindert wurden, lochte der Tabellenführer aus Tsumeb einen Konter im Civics-Gehäuse kurz vor Schluß ein. „Das Glück war nicht auf unserer Seite", resümierte Civics-Coach Eric Munjo nach dem Spiel. Es war ein großartiges und spannendes Spiel erklärte Präsident Dama-seb nach dem Spiel und als alter Chief Santos Anhänger konnte er sich ein schelmisches Lächeln nicht verkneifen.

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