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Problem nicht mehr Schwarz-Weiß Saturday 29th of October 2005 Der Dachverband der Gewerkschaften, NUNW hat einen Meinungsumschwung gemacht. Farmarbeiter per Gerichtsbefehl von der Farm zu jagen sei nicht mehr eine Sache zwischen verschiedenen ethnischen Bevölkerungsgruppen (weiß und schwarz), sondern finde zwischen sozialen Klassen statt. Der stellvertretende NUNW Generalsekretär Evaristus Kaaronda teilte am Donnerstag mit, daß neue schwarze Eliten ihre Farmarbeiter ,,ausnutzen und schlecht behandeln" und sogar von der Farm verweisen. Die Solidarität dieser schwarzen Eliten, darunter hohe Regierungsbeamte, sei nicht bei der Arbeiterklasse, so der NUNW-Funktionär.. Ein sichtlich realistischer Kaaronda sowie sein Amtskollege der Farmarbeitergewerkschaft Nafwu, Samson Amupanda vertraten die neue Meinung, daß diesen schwarzen Eliten Paroli geboten werden müßte. Die Regierung hat eine zeitweilige Verfügung in Kraft seit 2004, daß keine Farmarbeiter mehr von Farmen verwiesen werden dürfen. „Doch auf Farm Otjiku 90 km nordöstlich von Okahandja leben seit einigen Monaten 7 verwiesene Farmarbeiter mit Familien am Straßenrand, insgesamt 48 Personen. Der neue Farmbesitzer, ein Schwarzer, hat sie per Gerichtsbescheid von der Farm holen lassen", so Kaaronda. Er führte auch die Mix Farm bei Brakwater an, wo rund 3000 Schwarze leben. Sie gehörte einem Deutschsprachigen, der seit vielen Jahren Schwarzen erlaubte, dort zu wohnen gegen eine geringe Miete. Der Besitzer verstarb und eine weiße Nachbarin treibt seitdem die Miete weiter ein, mit viel Verständnis für die Belange der Menschen dort. Vor einiger Zeit hatte Kabinettsekretär Frans Kapofi die Farm gekauft und den Mietern mitteilen lassen, sie müßten dort weg. Die weigerten sich bisher und der Status Quo geht weiter. ,,Unsere Regierung muß bestimmter auftreten, die Landreform überdenken und eine echte Agrarreform anpacken", verlangte Kaaronda. Zum anderen sollten die Farmarbeiter, die oft bei Farmverkäufen auf der Straße landeten, auf Regierungsfarmen ansiedeln um ihr Wissen zu nutzen. ,,Landreform muß wirtschaftlich sein, außerdem - brauchen wir alle Land?" stellte er die Frage in den Raum. |
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