Das liebe Geld der lieben Lehrer

Saturday 29th of October 2005
Hans Feddersen

Da gehen Rentner auf die Straße, die monatlich N$ 300 bekommen. Sie fordern N$ staatlicher Rente pro Monat, denn „wer der Stadt-verwaltung N$ 500 schuldet, kommt mit N$ 300 nicht mehr aus". - Es gibt aber auch viele Namibier, die nicht einmal N$ 300 pro Monat haben. - Im englischen Teil veröffentlichen wir einen Beitrag über „Machenschaften" von Südafrikas Reiseleitern: wie man mit Kommissionen seine Kasse anfüllt. Weil diese Reiseleiter ansonsten nur einen Hungerlohn bekommen... Und ganz besonders frisch ist uns in Erinnerung geblieben, wie vor kurzem die Lehrer mit einem Streik drohten. Da lagen die Dinge aber etwas anders (noch komischer!): Wer bis zum Dezember 2003 Lehrer geworden war, bekam ein Gehalt von N$ 56 000 im Jahr. Wer im Januar 2004 Lehrer/in wurde, „ver-diente" N$ 110 000 im Jahr. In einigen Fällen soll das Gehalt sogar das Dreifache betragen haben. Wenn damals alle Lehrer eine Erhöhung bekommen hätten, müßte der Staat für 6000 Lehrer knappe N$ 500 Millionen berappen. Da hieß es natürlich: „Wir haben kein Geld; wir können uns die Erhöhung nicht leisten" Tja, aber warum hatten dann nur neue Lehrer/innen höhere (erheblich höhere) Gehälter bekommen - die sie nun gerüchteweise sogar zurückzahlen sollen? Was für ein Schlamassel!! Um so erfreulicher ist die Meldung, daß die Lehrerge-werkschaft mit dem Ministerium einen Kompromiß vereinbaren konnte, der dem Kabinett vorgelegt werden soll. Er betrifft 12 200 Lehrer... Weitere 6300 Lehrer kämen nicht in Frage, weil sie z.B. keine entsprechende Qualifikation nachweisen können. Das Konzept soll gut sein - eine annehmbare Lösung. Nun bleibt nur die Frage, ab wann die neuen Gehälter in Kraft treten...

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