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Jahresbericht der Windhoek Ratepayers Association Saturday 10th of December 2005 1. Der Anwesenheitsliste nach waren 46 Leute bei der Jahreshauptversamm-lung am 23. November 2005 anwesend. Herr Mueller begrüßte die Anwesen-den und verlas das Protokoll der vorigen Jahreshauptversammlung. 2. Das Protokoll des vorigen Jahres wurde angenommen. 3. Der Jahresbericht für das Jahr 2005 wurde vorgelegt und angenommen. Zwei zusätzliche Angelegenheiten wurden angesprochen, nämlich der immer noch ausstehende Betrag von N$ 24 Millionen, den der Staat der Stadt Windhoek für das Grundstück des neuen Staatshauses schuldet sowie die Schulden des Staates an die Stadt für die Entwicklung des Grundstückes von Ramatex. Die Stadtverwaltung hat N$ 65 Millionen vorgeschossen. Hiervon sollte der Staat eigentlich N$ 32.5 Millionen bezahlen, hat aber letztendlich nur N$ 19 Millionen gezahlt. Die Differenz von N$ 13.5 Millionen ist inzwischen schon wieder auf rund N$ 30 Millionen angewachsen. Es wurde vorgeschlagen, daß die WRA die Stadt in obigen Angelegenheiten gerichtlich zwingt, einen Prozeß gegen den Staat anzustrengen. Herr Mueller meint, als Wachhund der Steuerzahler ist die WRA verpflichtet zu handeln. Später wurde der WRA von den Mitgliedern das Mandat dazu erteilt. 4. Der Finanzbericht 2004/ 2005 wurde von Herrn Bödecker verlesen, und dieser wurde angenommen. 5.Herr Bödecker unterrichtete die Anwesenden davon, daß die Stadtver-waltung dabei ist, von Geschäftsleuten eine Hinterlegung für Wasser- und Elektrizitätsverbrauch von, in manchen Fällen, bis zu N$ 30 000 zu verlangen. Er schlug vor, daß ein Trustkontobei einer Bank eröffnet werden sollte, wo solche Beträge eingezahlt werden könnten. Die Zinsen sollten dann zugunsten der Hauseigentümer sein. Außerdem teilte Herr Bödecker den Anwesenden mit, daß eine Vermieterin eine sehr böse Überraschung erlebt hatte. Ihr voriger Mieter war ausge-zogen, ohne seine Wasser- und Licht-rechnung bezahlt zu haben. Ihr wurde nun die Rechnung samt der städtischen Schulden in Höhe von N$ 2000, die er schon vom vorigen Miethaus mitgeschleppt hatte, präsentiert. Die Gesamtsumme ist etwa N$ 18 000. Die oben genannte Vermieterin fragte, was sie in diesem Falle tun könnte. Ein anderer Vermieter erzählte, daß ihm etwas Ähnliches widerfahren sei und daß er, nachdem er der Stadt mit dem Rechtsanwalt gedroht habe, nicht mehr zu zahlen brauchte. Herr Mueller erklärte die Sache jedoch so: Falls jemand sein Haus oder sein Grundstück verkaufen wolle und die städtische Rechnung noch nicht beglichen sei, würde der Hauseigen-tümer kein „Clearance Certificate" von der Stadtverwaltung bekommen, d.h. man könnte sein Haus nicht verkaufen, ohne vorher die Rechnung bezahlt zu haben. Herr Bödecker riet den Vermietern, „Pre-Paid"-Strom anschließen zu lassen, damit solche Verluste in Zukunft nicht mehr erlitten würden. Ein anderer Ausweg wäre, das Haus durch eine Agentur verwalten zu lassen. 6. Der bisherige Vorstand, nämlich die Herren Mueller, Bödecker und Güh-ring, wurde wiedergewählt. 7. Ein Mitglied meinte, man müsse unbedingt mehr Mitglieder für die WRA werben. Vor allem solle man auch die englisch- und afrikaansspre-chenden , (es sähe so aus als ob die WRA nur deutschsprachige Mitglieder habe), um mehr Druck auf die Stadt-verwaltung auszuüben. Ein anderes Mitglied schlug vor, jeden, den man für die WRA gewinnen wolle, mit fol-gendem Satz anzusprechen: „Sind Sie mit der Stadtverwaltung zufrie-den?" Herr Bödecker unterrichtete die Anwesenden, daß das Verhältnis der Sprachgruppen in der WRA sich wie folgt zusammensetzt: 80% Deutsch-sprachige, 15% Englischsprachige und 5% Afrikaanssprachige. Zur Zeit habe die WRA 220 Mitglieder, und diese könnten sich schon bemerkbar machen und hätten auch das Recht dazu, denn sie wären schließlich die Steuerzahler der Stadt. Man habe bei den Versamm-lungen mit den Herren der Stadt-verwaltung schon eine Veränderung bemerkt. 8. Ein Mitglied wollte wissen, ob die „City Police" nur für die Parksünder eingestellt worden sei und nicht, um Verbrechen zu verhüten. Ihm wurde mitgeteilt, daß es zwei Abteilungen gäbe: Eine für Verkehr und eine für Verbrechen. 9. Ein Mitglied klagte darüber, daß so wenige Stadtbewohner zu den städtischen Versammlungen kämen. Bei der letzten Versammlung bei der Suiderhof Schule z.B. wären nur 20 Leute gewesen. Man solle sich nicht wundern, wenn vieles zu wünschen übrig ließe, wenn die Leute kein Inter-esse an den wichtigen Angelegenheiten der Stadt hätten. 10. Zwei Mitglieder unterhielten sich mit Herrn Mueller über Mißstände bei „Body Corporates". Herr Mueller unterrichtete die Anwesenden darüber, daß eine „Body Corporate" gesetzlich dazu verpflichtet sei, ein Komitee zu haben, das sich darum kümmern müsse, daß die städtischen Rechnungen bezahlt werden. Die Stadt schicke eine Rechnung, die auf die Mitglieder der „BC" verteilt werden müsse. 11. Ein Mitglied beklagte sich über den Beamten der Stadt, der sein Haus abschätzte. Herr Bödecker erklärte der Versammlung, daß derjenige, der die Häuser besichtige, nur aufschreiben und berichten solle, was er sehe. Die Abschätzung machten ausgebildete Abschätzer. Er wurde hierin unterstützt. 12. Ein Mitglied lobte den Vorstand der WRA und dankte ihm dafür, daß er gute Arbeit geleistet habe und vor allem dafür, daß die finanzielle Position des Vereins so gut ist. 13. Ein Mitglied wollte wissen, ob die WRA der Stadtverwaltung nicht einen Wink über unerlaubte Bautätigkeiten, die er gesehen habe, geben könne, aber Herr Mueller meinte, dieses sei nicht die Aufgabe der WRA. 14. Nach der Versammlung schlossen sich einige neue Mitglieder der WRA an und zahlten ihren Beitrag. 15. Die Versammlung endete um 20 Uhr. |
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