(Keine) Werbung für Tourismus

Saturday 17th of December 2005
Hans Feddersen

Da gibt es einzelne Tankstellen - und im Süden sogar ganze Orte -, die kein bleifreies Benzin anbieten können. Zunächst wurde der teure Treibstoff in Kanistern gehortet; jetzt sollen einige Tankstellen „höchstens 25 Liter" auf ein Mal verkaufen. Südafrikas Ener-gie(versorgungs)minister „weiß nichts von einer Krise! Dann wollen wir mal versuchen, ihn etwas aufzuklären: Es ist eine geniale Super-Glanzleistung, zur Haupt-Urlaubs- und Reisezeit, wo be-stimmt 80 Prozent aller Betriebe geschlossen werden, kein bleifreies Benzin vorrätig zu haben! Danke! Damit haben Sie dort unten in Südafrika die Planungen eines Großteils der Bevölkerung völlig über den Haufen geworfen! Einerseits fragt man sich, ob Treibstoff-Lieferanten wie Sie schon von „Vorratshaltung" gehört haben - und was wird, wenn tatsächlich eine große Treibstoffkrise ausbricht? Oder pinselt das sie überhaupt nicht an? Andererseits: Wer ersetzt jenen Urlaubern, die bereits in z.B. Südafrika (Kap-stadt) gebucht hatten, die entstandenen Kosten? Fürwahr: Die allerbeste Werbung für unseren Tourismus im südlichen Afrika im allgemeinen (und Namibia im besonderen) ist das ja auch nicht! Dabei leiden wir schon unter Abzocke (wie bei Jakkalsputz), Raubüberfällen (auf der Welwitschia-Fläche) und kleineren Delikten (Einbrüche in Touristenquartieren). Wohin Abzocke führen kann, zeigt übrigens das Beispiel Torra Bay: N$ 3 für einmal Duschen und N$ 23 für 2 Liter Coca Cola! Und dann die (faule) Ausrede, der Ort sei noch nicht mit genügend Besuchern gefüllt - deshalb lohne sich die Anschaffung neuer und frischer Waren noch nicht! Das Wort „Dienstleistung" - im Gegensatz zum schnellen Profit - sollte im Tourismus wieder großgeschrieben werden!

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