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Friday 27th of January 2006 Hunde sind wichtig. Vergessen wir mal die seltenen Tollwut-Probleme (so sollen in Namibia 2006 insgesamt 24 Menschen daran gestorben sein). Manchmal ersetzen sie (die Hunde nämlich) den Partner im Leben. Sie geben wenigstens keine Widerreden und sind anhänglich und verträglich. Also: Nicht nur, wenn der Deutsche Schäferhund irgend-einem Asylanten zum deutschen Reisepaß verhilft, kommt man gerne mal „auf den Hund". Die Zahl der Hundehalter hat sich in Deutschland von 2003 bis 2004 um mehr als sechs Prozent auf 5,3 Millionen erhöht. Das ist noch gar nichts. In Namibia haben wir im Verhältnis zur Bevölkerungsziffer viel mehr Hunde. Ganz viel mehr... Aber wir wissen sehr wenig über diese vielen Hunde Bescheid. Damit ist nicht etwa gemeint, ob Sie eine Antwort auf die Frage geben können: „Ist Ihr Hund schwul?" (so ein Artikel in New York). Nein, es soll um Lifestyle gehen. Um Lebensqualität Ihres Vierbeiners. Ich bestelle im Restaurant immer die möglichst größte Portion - und dann bringe ich unserem Hündchen einen anständigen Leckerbissen mit. Es gibt da z.B. so große Knochen, daß unser Hündchen fast jedesmal Angst bekommt und in die hinterste Ecke des Hauses flüchtet. Genau wie beim Gewitter. Das Tierchen mag nun einmal keinen Donner! Ach nein, es ist ja auch sooo klein! Aber das ist modern: Der Trend geht zum Mini-Hund. Für den kann man die günstigsten (im Sinne von billig) Mäntelchen und andere Kleidungsstücke häkeln. Wer beschwert sich heute eigentlich darüber, daß Hollywoodstars ihre Vierbeiner immer mehr zum Accessoire verkommen lassen. Mit Hilfe eines Hunde-Handy kann man den ausgebüchsten Hund wieder finden. In einem Katalog fand ich ein rosa Hundebett („Lulu‘s Garden Retreat") für umgerechnete N$ 3 200. Das ist uns das Tierchen doch allemal wert.Ignorieren kann man den Trend nicht. Also machen wir uns gefaßt auf Frisuren und Therapie für Hunde. Oder besondere Artikel für Hunde. Oder wir machen aus dem Kaugummiautomaten einen Leckerlie-Spender für Hündchen. Da gibt es dann Bananenbiscotti und Sushi für Rambo. Und wer keinen Dogsitter engagieren will, kann in Zukunft das Tier über einen ferngesteuerten Freßnapf füttern - und ihm via Webcam zusehen. Nur leider wird das Gerät nicht mit dem Hund Gassi gehen. Das heißt im Klartext: Neben dem Doggy-Bag sollte es demnächst auch in jedem Wohnviertel eine Doggy-Bar geben. Damit man Lust am Gassigehen findet. Und weil es ja sonst auch so viele Shebeens gibt. |
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