Auf Anderssprachige zugehen

Saturday 25th of February 2006
Patrick Burger

Lieber Herr Feddersen,

ich weiß daß es schon eine Weile her ist, aber ich habe „Unter die Lupe genommen" im Namibia Plus vom 19. August gelesen als ich in Namibia auf Urlaub war und muß auch jetzt noch Stellung dazu nehmen. Obwohl ich Namibia nur kurz besucht habe, die Sorgen die Sie in Ihrem Artikel vorgeführt haben sind mir, als Deutsch-Kanadier, gut bekannt. Man sieht solche Vorgänge auch unter den Deutschen in Kanada und ich finde es gibt nur eine Lösung: man muß auf die nicht-deutschsprachige Bevölkerung zu gehen. In Montreal, zum Beispiel, leistet das Goethe Institut gute Arbeit und man findet unter der französische Bevölkerung nicht wenige die sich für die deutsche Sprache und Kultur interessieren.

Da ich von der Leiterin der Goethe Institut in Windhuk erfuhr daß die Deutschkursen die sie anbieten kein großer Zulauf von einheimische Nami-biern bekommen, glaube ich daß man in Namibia die deutsche Sprache um-sonst anbieten sollte, in kleine Kursen in arme Vierteln. Ein Büro als Stiftung in Katutura, z.B., zu errichten, wo junge Deutsche (und Namibier) die Deutsch-als-Fremdsprache Lehrer studieren ihren Praktikum absolvieren könnten, mit einheimische Kinder und Erwachsenen die Interesse daran hätten, wäre eine gute Lösung. Firmen, verschiedene Gruppierungen, und einzelne Menschen könnte die Stiftung unterstützen. Sowas würde die Völker Namibias zeigen daß das Deutschlernen Perspektiven schafft, und für besonders begabte Schüler könnte man Deutschland Aufenthalten oder Lehrstellen in deutsche Firmen in Namibia organisieren. Dabei würde es klar daß Deutsch nichts mit Kolo-nisierung und Unterdrückung zu tun hat, sondern daß es Möglichkeiten für das Volk schafft. Als Gegenzug bleibt die deutsche Sprache wichtig und lebendig in Namibia.

Vielen Dank (und entschuldige bitte meine Grammatik Fehlern! Ich bin am Moment in Deutschland um mein Deutsch endlich zu verbessern – ein Musterbeispiel, daß auch einige die von Länder stammen, wo viele Deutsche assimiliert sind, gegen diesen Tendenz streben!), und alles Gute,

Patrick Burger, Kanada

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