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Warum deutsche Soldaten im Kongo? Friday 10th of March 2006 Seit Montag beraten die EU-Verteidigungsminister in Innsbruck über einen möglichen Einsatz con Soldaten zur Absicherung der für den 18. Juni geplanten Parlamentswahlen in Kongo. Es wird immer wahrschein-licher, daß dort auch deutsche Soldaten zum Einsatsz kommen - im Rahmen der EU-Friedenstruppe von 1500 Mann, die wiederum die UN-Truppe unterstützen soll. Man spricht sogar davon, daß die Deutschen die Führung der EU-Mission übernehmen könnten. Aber was hat es gebracht, daß dort bisher 16 700 UN-Soldaten stehen? Nach unseren Informationen wurden seit 1996 schon 3,8 Millionen Menschen im Konflikt zwischen rivalisierenden Banden und Stämmen getötet. Nun soll Deutschland 500 Fallschirmjäger schicken. Deren Aufgabe; sie sollen den Flughafen der Hauptstadt Kinshasa besetzen, damit im Notfall ausländische Beobachter und Diplomaten ausgeflogen werden können. Die Angst der Bundeswehrsoldaten, „im schlimmsten Falle gegen (rund 30 000) Kindersoldaten kämpfen zu müssen", ist verständlich. Ebenso versteht man die Befürchtungen, die durch tückische Krankheiten (Gelbfieber, Malaria, Typhus, Ebola-Virus) hervorgerufen werden. Und die Gefahr, die durch Milizen heraufbe-schworen wird, die sich durch die Zauberkraft ihrer Medizinmänner für unverwundbar halten. Man denkt unwillkürlich an zwei andere Einsätze in Afrika: die kolonialen Schutztruppen hatten keine Wahl, sich wegen möglicher Krankheiten in Afrika zu verwehren. Sie fieberten diesem Einsatz teilweise geradezu entgegen. Zum zweiten: Frisch in Erinnerung ist das Auftreten der UNTAG-Soldaten in Namibia 1989: Wie sie sofort nach der Landung mit der riesigen Galaxy einen Kreis um die Maschine bildeten, um diese vor Angriffen zu schützen. Dabei fanden doch gar keine Angriffe statt. Die Freiheitsbewegung war ganz weit weg vom Flughafen - und alle anderen waren friedlich. Vielmehr ging es um die Unsicherheit in einem Teil der Welt, über den man nicht richtig informiert war. Ob der UN- bzw. EU-Einsatz im Kongo ähnlich erfolgreich verlaufen wird wie in Namibia, das darf bezweifelt werden. Zumal das Land am Äquator doch recht groß und tatsächlich gefährlich ist. Allerdings wäre es nötig, endlich einmal Frieden im Kongo zu schaffen... wie auch weiter nördlich auf unserem Kontinent. Natürlich fragt man sich (nicht wenig stolz), warum der Übergang in die Unabhängigkeit in namibia so gut klappte. Es gibt VIELE Gründe! |
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