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Der Haushalt und die "Potholes" Saturday 25th of March 2006 „Potholes" - das ist ein wunderschönes Wort für die Schlaglöcher, die auf unseren hervorragenden Teerstraßen vornehmlich in der Regenzeit entstehen. Man kann sich dieses Wort ‚potholes" wie Schokolade auf der Zunge zergehen lassen. Schlaglöcher klingt viel gefährlicher. Wer „potholes" in ihrem gefährlichsten Zustand erleben will, sollte mal die Strecke Okahandja - Wilhelmstal fahren (oder umgekehrt). Aber es reicht schon, sich in den Nebenstraßen des Ortes Okahandja zu verirren... Denn die dortige Stadtverwaltung kommt ebenso wenig gegen das Problem an, wie die Straßenbau-Behörde auf der besagten Strecke, die vermutlich zu den am häufigsten benutzten im Lande gehört. Deshalb sind die „potholes" gerade hier auch so gefährlich: Weil große Lastwagen sich anscheinend nicht daran stören. Und wenn es regnet, sieht man kaum noch die Fahrzeuge unmittelbar vor sich, den Gegenverkehr auch nicht und erst recht nicht die „potholes". Nun versucht die Straßenbau-Behörde natürlich ihr absolut Bestes... Sie flickt einzelne Löcher, indem diese mit Sand aufgefüllt werden. An anderer Stelle werden bis zu zwei Quadratmeter der bestehenden Teerdecke fein säuberlich herausgeschnitten - und das ganze dann mit Sand aufgefüllt... Mit Sand!. Wie lange soll denn das halten???? Und beim nächsten Regen entstehen schon wieder neue „Potholes". Das geht nun schon seit drei bis vier Jahren so... Und deshalb entsteht irgendwann die Frage, ob es nicht an der Zeit sei, ein ganzes Stück der Straße einfach mal zu erneuern. Klar, es fehlt an Geld... Nur: So, wie man diese Strecke bisher flicken will, reicht das nicht aus! Nicht etwa, weil wir so viel Wert auf Tourismus legen. Wohl aber, weil sich jeder Laire ausrechnen kann, wann es hier zum ersten Unfall kommt. Wegen der Radaufhängungen zum Beispiel... Und dann fällt irgendwann auf, wieviel Geld im jährlichen Staatshaushalt für die nationale Flugge-sellschaft Air Namibia zur Verfügung gestellt wird. Oder für den Staats-palast. Da fühlt sich Otto Normalbürger doch irgendwie veräppelt - und fährt weiterhin leise vor sich hin fluchend über die „Potholes". Bis er auf den Gedanken kommt, ob es nicht auch im ach-so-schönen Haushalt „Potholes" gibt. Kurz: Was hat der Normalbürger von der subven-tionierten Fluggesellschaft oder anderen nationalen Symbolen (Prunk), die sich Namibia nicht leisten kann, solange die Infrastruktur verkommt? |
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