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Friday 28th of February 2003 Wichtig ist, was hinten rauskommt. In jedem Januar freuen wir uns über die vielen kleinen ABC-Schützen, die „den Ernst des Lebens" kennen lernen sollen. Unsere aufrichtigen guten Wünsche begleiten sie... Immerhin werden diese über 530 000 Schüler in etwa 12, 13 Jahren einen Studien- oder Arbeitsplatz, möglichst in Namibia, wünschen. Und genau hier setzen Sorgen und Ungewißheit der Eltern an: Wie wird Namibia in zwölf Jahren aussehen? Wie sieht es mit Affirmative Action und einem Arbeitsplatz aus? Sind nicht Männer einer bestimmten ethnischen Gruppe besonders bevorteilt, andere in ebensolchem Maße benachteiligt? Und wie steht es um das Leistungsniveau eben jener Bevorteilten - nach 12 Jahren Unabhängigkeit - und in weiteren 12 Jahren? Gut, wenn sich alle in gleichem Maße bemühen, kann es mit der Versöhnung klappen. Auch wirtschaftlich wird es Lösungen geben. Vorübergehend werden die „neuen Kofferträger" sich mit ihrer Rolle abfinden, ohne zu meckern. Sie wissen ja: Ohne unser Wissen und Können würde das Kartenhaus wohl zusammenbrechen... Aber ein Blick zurück - auf das Jahr 1990 und seine ABC-Schützen - zeigt: Viele haben Namibia verlassen. Noch mehr sind arbeitslos oder völlig unzufrieden. Und wer noch genauer hinzublicken wagt, stellt fest, daß das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen gewiß noch etwas besser sein könnte. Tatsächlich üben damalige ABC-Schützen, die doch durch eine Schulzeit gingen, die nicht von Apartheid und „getrenntem Denken" geprägt war, heute schärfere Kritik am Mitmenschen als es vor der Unabhängigkeit Namibias der Fall war. Während man damals „isoliert voneinander" lebte und lernte, hat die Begegnung nicht nur positive Erlebnisse gebracht. Seien wir doch ehrlich! Wer an 12 Schuljahre und die „weite Zukunft" denkt, beschäftigt sich natürlich auch mit Lehrinhalten, vor allem in den Fächern Geschichte und soziales Leben. Da kann es durchaus vorkommen, daß die Lehrer Geschichte anders interpretieren als die Eltern. Auch das kennen wir aus früheren Generationen. Mögen die Schulanfänger im Laufe der nächsten Jahre Geduld üben und lernen, daß alles, was irgendwie mit Menschen und deren Werken zu tun hat, subjektiv gedeutet werden kann. Und das Subjektive bildet keine Grundlage für einheitliches Denken. In diesem Sinne wünschen wir allen 20 000 Lehrern und ihren Schülern in den 1500 Schulen alles Gute! |
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