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Saturday 8th of April 2006 An einem deutschen Baustellenzaun kann man des öfteren lesen. Achtung Baustelle! .... Eltern haften für ihre Kinder! Wenn man im BGB blättert, stellt man fest, dass das Unsinn ist. Nur im Falle, dass nachgewiesen werden kann, dass die Aufsichtspflicht der Eltern grob verletzt wurde, kann es zu einem Haftungsanspruch kommen. Im Normalfall ist eine Verantwortung der Eltern nicht gegeben. Mit Verwunderung stelle ich fest, dass in der AZ-Namibia vom 10. März 2006 ihr Sonderkorrespondenten (Rolf-Henning Hintze) zusammen mit dem Friedensforscher Johann Geltung eine kollektive Verantwortung des deutschen Volkes für den Hereromassenmord (Völkermord oder Genozid) in Deutsch- Südwestafrika vor etwa hundert Jahren herausarbeitete. Ihre Argumentation am Genozid-baustellenzaun lautet also in etwa: Achtung Genozidbaustelle!..... Deutsche Kinder haften für ihre Ururgroßeltern! Ob man diese Verantwortung bei der Geburt erwirbt, oder erst bei Voll-jährigkeit, ist leider in dem Interview nicht erwähnt. Ebenfalls ist nicht klar, ob neudeutsche Türken, Russen, Kontingentjuden usw. mit einbezogen werden müssen. Diese Betrachtungsweise ist natürlich von Anfang an Humbug, da auch hier eine Verletzung der Aufsichtspflicht gegenüber den Ururgroßeltern durch ihre Nachkommen naturgegeben nicht vorliegt. Als Steuerzahler wundert man sich, was soll das ganze Schmierentheater in Namibia? Reicht es nicht, wenn die üblichen Beteiligten sich in Deutschland aus-leben können? Da helfen auch keine eingebetteten –wie man sie sonst nur aus dem Irak-krieg kennt(embedded)- Journa-listen. Die Altvorderen hatten als Ziel-vorstellung, dass die Neger so wie „wir", mit oder ohne Gewalt, werden sollten. Das nennt man Kolonialismus. Die heutigen Aktivisten meinen, dass die Schwarzen so denken sollten wie „wir", wenn es sein muss mit ideo-logischer Dauerberieselung. Das nennt man Neokolonialismus. Beide Konzepte waren und sind zum Scheitern verurteilt. In diesem Zusammenhang ist es an der Zeit dem wirren Treiben der Ministerin Wieczorek-Zeul in Namibia ein Ende zu bereiten. Sonderzahlungen an vermeintliche Opfer (Damara, San, Buschmänner) sind kein Beitrag für ein konfliktfreies Zusammenleben im heutigen Namibia. Dass die Deutsche Botschaft in Windhoek noch aktive Schützenhilfe durch die Beilegung einer Botschafts-rätin für einen obskuren Ausschuss leistete, kann man nur mit Missfallen registrieren. Dieser Ausschuss tagte nie und diente nur als Feigenblatt der Ministerin für die nichtvorhandene Partnerorganisation. Eindeutig sind hier die Regeln des BMZ und des Auswärtigen Amtes umgangen worden damit Frau Wieczorek-Zeul ihre Privatmarotte wahlwirksam ausleben kann. Eine Vereinbarung mit den namibischen Behörden hat es jedenfalls nicht gegeben.. Wer bezahlte denn das erfolglose, in der Zwischenzeit geschlossene, Sonder-projektfindungsbüro- in Windhoek? Dass die Hochmoralapostel sich einen Teufel um einen nachprüfbaren zielgerichteten Mittelabfluss scheren, hat ja schon der Einsatz von Frau Almut Hielscher mit ihren chaotischen Aktionen in, um und um Okakarara herum gezeigt. Ihre schriftlichen Beschwerden an die Behördenleiterin (Ministerin) vom BMZ sollten dem deutschen Steuerzahler zur Erbauung zugänglich gemacht werden. Eine Überprüfung der Handlungen der Ministerin und ihrer servilen Helfers-helfer innerhalb und außerhalb ihrer „eigenen" Behörde durch den Bundes-rechnungshof scheint hier angebracht. Es ist an der Zeit die technische, wirtschaftliche und kulturelle Zusam-menarbeit zwischen Namibia und Deutschland auf eine tragbare und nüchterne Basis zurückzuschrauben. Die Handelnden müssen auf zielgerichtete und der Lage in Namibia angepasste Aktionen verpflichtet werden. Die Kontrolle muss verstärkt werden. Private Ansichten kann man, wie bisher auch, in den diversen deutschen und internationalen schlagenden Bewegtenverbindungen austoben. Entwicklungszusammenarbeit eigenen politischen Standpunkten unterzu-ordnen, ist keine gute Politik und ist zu unterlassen. Deutschen „Zeitgeist" zu exportieren, war schon immer ein Fehler. Die nächsten Regierungsver-handlungen sind eine gute Gelegenheit für einen Neustart in Namibia. |
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