Erfolgreiches Cazadores-Turnier

Friday 9th of May 2003
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Einen echten Leckerbissen boten die Inline-Hockeyklubs am Wochenende nach Ostern, als Cazadores sein erstes NISA-Ligaturnier veranstaltete. Organisatorisch und sportlich können die Gastgeber auf einen bemerkenswerten Erfolg zurückblicken.

Dazu gehören natürlich jene Leute, die alles organisieren. Vom Essen bis zur Anzeigetafel, vom Zeitplan bis zur Ersten Hilfe - und von Kaffee und Kuchen bis zum Aufräumen nach der Abschlußfete. Solche Leute hat der Klub Cazadores. Es mögen zwar nicht viele sein, aber ein emsiges Häufchen an Müttern und Vätern/ Spielern kümmert sich unermüdlich um alles - wirklich alles!

Zum Erfolg bedarf es auch objektiver Zuschauer, die in möglichst großer Anzahl ihre Teams anfeuern sollten und so für Stimmung sorgen. Hier ist vielleicht der Block der „Gelben" (Badgers) hervorzuheben, obwohl ein paar stimmgewaltige Cazadores-Väter ihre Mannschaften genauso begeistert zum Erfolg schrien. Stichwort: Hottie Giersch (siehe später).

Zum erfolgreichen Turnier tragen aber auch gleichwertige Gegner bei. Ohne den Einsatz aller Sportler würde es keine spannenden Spiele geben. Hier sind in erster Linie die Scorpions aus Otjiwarongo zu nennen, die zum Teil nur eine Formation (sogenannte „Line") hatten - mit nur einem Auswechselspieler... und dennoch ganz erstaunliche Leistungen vollbrachten! Die herausragende Einzelleistung brachte Michael Byrne (Kamikaze) mit einem Hattrick innerhalb von 90 Sekunden. Und auch in neusten Klub Wild Cats schlummert sehr viel Potential.

In den höheren Altersgruppen (Open und Masters) hatte man nur selten den Eindruck, daß sie vom Heimvorteil profitierten. Und auch die Kleinsten betrachteten das „Heimspiel" manchmal wohl als besseres Training; dann fehlte es im entscheidenden Augenblick an zündenden Ideen und dem allerletzten Einsatz. Dafür kamen aber alle Zuschauer in den spannenden Wettbewerben der U/16 und U/18 voll auf ihre Kosten.

Man muß daran erinnern, daß die Zeiten vorbei sind, da die Coastal Pirates mit sieben und acht Toren Unterschied zum Gegner alle Pokale „gemietet" hatten. Wer allerdings den Trainer der Küstenmannschaften, Phillipe Boudreault, genauer unter die Lupe nahm, der ahnt, daß die ganz großen Erfolge in Zukunft wieder von den Piraten eingeheimst werden könnten. Sein Auftreten und der sportliche Einsatz lassen erahnen, daß die Früchte seiner Trainingsarbeit nicht ausbleiben werden.

Ähnliches ist bei den Cazadores schon erwiesen: Trainer Chris Hofstetter hat dort als treibende Kraft ganze Arbeit geleistet. Schon beim Turnier der Badgers vor wenigen Wochen war deutlich, daß sich die Leistungen der Windhoeker Vereine im Vergleich zu den Coastal Pirates stark verbessert hatten. Ein tolles Spiel war z.B. das 2:2 der Badgers U/18 gegen Cazadores...

Auch bei diesem NISA-Ligaturnier darf man die Begegnung dieser beiden Teams am Samstag als einen der Höhepunkte bezeichnen. Das leistungsgerechte 1:1 war durchaus ein Leckerbissen, bei dem es einen Gewinner nur „vielleicht mit etwas Glück" geben durfte. Es knisterte richtig...

Ein weiterer Höhepunkt und krönender Abschluß für das dreitägige Ereignis war die Begegnung der U/16-Mannschaften von Cazadores und Coastal Pirates am Sonntag. Lange führten die Hausherren mit 1:0... und dann lösten die trickreichen Swakopmunder sogar den Torwart auf, um mit einem Feldspieler mehr voll auf Offensive umzuschalten. In diesem Moment jedoch erzielte Cazadores den zweiten Treffer von der Mittellinie aus ins leere Tor. 2:0 - man hörte förmlich, wie die Schallwellen von Hotti Giersch („der größte Schreihals"?) den Puck ins Tor trugen... Ein würdiger Abschluß für ein tolles Turnier! Lob und Dank gebührt allen Helfern der Cazadores!

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