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Sinnlos werden Steuergelder verprasst Friday 14th of April 2006 Wir haben es oft genug gesagt - und möchten es dennoch wiederholen: Unsere Regierung gibt viel (zu viel) Steuergeld für ihre eigenen Meinungs-macher - oder auch „Pro-paganda-Werkzeuge" - aus. Für die Tageszeitung New Era, für die staat-liche Fernseh- und Rundfunkanstalt und für die staatliche Nachrich-tenagentur Nampa. Besonders traurig sollten alle Nami-bier darüber sein, daß es einen sinn-losen Propaganda-Versuch namens „Southern Times" gibt. Diese Sonntagszeitung, die das gute Ansehen Simbabwes fördern soll, wird kaum beachtet. Die Öffentlichkeit kauft die Zeitung nicht, die unter der Firma New Era produziert wird und angeb-lich auch von Harare subventioniert werden sollte. Wir zahlen dafür N$ 800 000. Schlimmer ergeht es der NBC, wo allein die Gehälter schon N$ 60 Millio-nen kosten. Dem liegen Einnahmen von N$ 29 Millionen gegenüber. Die Regierung steuerte für NBC im Jahre 2004 insgesamt N$ 104 Millionen bei. Hacken wir jedoch nicht zu lange auf duiesem Problem herum, das allen bekannt sein müßte. Eine Tatsache ist allerdings, daß der Steuerzahler neben dieser Subvention auch nooch Lizen-zen bezahlen soll. Dabei ist der Fernsehzuschauer, der oft gar keine Alternativen hat, mit dem bestehenden Programm keineswegs zufrieden. Über den Inhalt der Tageszeitung (seit August 2004) New Era kann man geteilter Meinung sein. Zur Meinungs-vielfalt und Information trägt das Blatt weit mehr bei als „Southern Times". Aber der Wandel zur Tageszeitung mit angeblicher Auflage von 10 000 Exemplaren war teuer: die Druck-kosten stiegen auf N$ 2,5 Millionen, die Gesamtausgaben sogar auf N$ 9,74 Millionen. Anzeigen brachten N$ 5 ein, die Verkäufe nur N$ 824 000. Da heißt, daß im Schnitt kaum 2000 Exemolare am Tag verkauft wurden. Warum wurden dann 10 000 gedruckt?? Wenn die Regierung nicht hilft, muß die Auflage verrin-gert werden. Zu der Regierungs-zeitung trug der Steuer-zahler mit N$ 6,5 Millionen - und trotzdem betrug der Verlust N$ 1,7 Millionen. Auch die Nachrichtenagentur Nampa leistete sich Verluste über N$ 1,4 Millionen. Auch in diesem Falle steuerte die Regierung N$ 6,6 Millionen an Subventionen bei. Die Kunden (namibische Medien) zahlten N$ 1,4 Millionen. Frisch, fromm, vermutlich sogar fröhlich - aber wenig frei - machen die staatlichen Organe weiter. Die Subventionen der Regierung tragen solche Unternehmen. Und die Angst, daß amtliche Meinungen vielleicht von privaten, unabhängigen Medien „vergessen" oder „unterlassen" werden könnten. Namibia hat ein paar gute, freie Medien - und erstaunlich freie Journalisten. Auf unsere Presse-freiheit dürfen wir stolz sein. Sorgen bereitet nur, daß die Regierung (in unserem Falle eigentlich: eine Partei) krampfhaft an staatlichen Organen festhält. Und sie finan-ziert... Das gibt zu denken: Vielleicht vertraut die Regierende Partei den unabhängigen Medien nicht. Vermutlich setzt man in verschie-denen Lagern unterschiedliche Prioritäten. Hier: Information, da: Volksverdummung unter dem Zeichen der „nation building" und politischen Korrektheit... Wenn der Staat wirklich etwas gegen Korruption unternehmen will, sollte er einmal überlegen, wie notwendig eigentlich eine Sonntagszeitung namens „Southern Times‘ ist. Hier könnte man sparen. Auch - Papier! Denn wieviel Bäume für solchen Quatsch herhalten sollen, ....... |
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