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Friday 9th of May 2003
Der Vizepräsident des südafrikanischen Schachverbandes, Lyndon Bouah, nahm am Windhoek Optics Open Turnier teil und informierte den namibischen Schachverband am Freitag abend über Entwicklungen in Südafrika. Der afrikanische Kontinent sei seit der Olympiade in Slowenienzu einem Schwerpunkt der FIDE-Förderung geworden.Und seit ein Libyer diesen Kontinent in der FIFA vertritt, interessiert sich auch Staatschef Gaddafi für die Entwicklung. Er habe zur Schachförderung 100 000 US-Dollar per Jahr zur Verfügung gestellt. Auffällig sei, daß die Zone 4.3 (das südliche Afrika) mit 17 Ländern am stärksten vertreten sei. Der internationale Verband FIDE, der Bouahs Reisekosten nach Windhoek trug, sei an der Entwicklung in Namibia interessiert und habe ihn beauftragt, einen Bericht über die Lage in Namibia einzureichen. Bouah appellierte an Namibier: „Untestützt bitte afrikanische Veranstaltungen!" So sollten sich Junioren sofort auf die Afrika-Meisterschaften für Junioren (U/20) vorbereiten, die im Dezember in Botswana stattfinden. Der Sieger bekomme automatisch einen IM-Titel (Beispiel: Johannes Mabusela von Südafrika) Vom 4. bis 13. Oktober finde die Mannschaftsmeisterschaft während der Afrika-Spiele in Nigeria statt, zu der Namibia „unbedingt" ein Team schicken sollte. Und wenn Afrika seine Einzelmeisterschaften veranstalte, gehe es um die Teilnahme von 6 Kandidaten an den Weltmeisterschaften. In Südafrika erhalten die Spieler 25 Prozent ihrer Ausgaben vom Verband erstattet, der seinerseits jährlich mit R 150 000 seitens der Regierung unterstützt wird. Die Einnahmen aus Mitgliedsgeldern betragen allerdings auch R 100 000. Übrigens hat Kapstadt 30, Pretoria 15, Johannesburg 15 und Bloemfontein 7 Schachklubs!! Aus einer Spende an die und von den Rotariern erhielt der Verband Boland R 30 000 - Zahlen, von denen Namibias Verband nur träumen kann... Dazu kommt, daß Schgachtrainer in Südafrika bis zu R 150 pro Stunde bekommen. Bouah bot verschiedene gemeinsame Turniere als Ausdruck einer „Partnerschaft" an: Die südafrikanische Schulmannschaft möchte gegen eine namibische Mannschaft antreten. Namibier können an den SA Offenen Meisterschaften in Pretoria teilnehmen (Beginn: erster Fraeitag im Juli; 11 Runden - gleichzeitig finden die Weltmeisterschaften für Amateure (unter 2000 ELO) über 9 Runden statt. 2004 finden die Offenen SA-Meisterschaften in Kapstadt statt und auch an den nationalen Klubmeisterschaften können Teams aus dem gesamten südlichen Afrika teilnehmen. In Südafrika werden jährlich 200 Schach-Turniere veranstaltet. Einige Spieler sind bereits Berufsspieler geworden. Bouah äußerte abschließend den Wunsch, mit einer Mannschaft aus Spielern und Trainern in Namibia antreten zu wollen. Er betonte, daß sich der Weltverband FIDE derzeit verstärkt um „Länder mit weniger als 2 Millionen Einwohnern" kümmere. |
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