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Namibia, das war wohl nicht so toll!? Friday 28th of April 2006 Zuerst möchte man das Schauspieler-Ehepaar herzlich willkommen heißen. Wann kommt es schon mal vor, daß eine Angelina Jolie und ein Bras Pitt das Land der Braven besuchen? Und dann fängt man zu schmunzeln an: die beiden suchen einen typisch namibischen namen für ihren demnächst zu erwartenden Zuwachs. Natürlich! Machen wir gern! Der Gouverneur der Erongo-Region war nicht wenig stolz, als er von seinem Frühstück mit den beiden berichtete. Wir haben schließlich viele Kanatsche und Acharops in Namibia, die bestimmt typisch namibische Namen haben. Sam wäre eigentlich nicht soooo toll namibisch. Dann schon eher Shafishuna oder Hifikepunye - oder doch Hidipo? Mit Interesse hört man, daß Langstrand regelrecht abgeriegelt ist... und dann wächst das Gefühl, daß die beiden das ganze Land an der Nase herumführen wollen. Freuen sie sich über die Aufmerksamkeit, die ihnen entgegen kommt - oder freuen sie sich mehr über das Theater, das ihnen ins Gesicht „schlägt", wenn auch noch Ausländer (vermummt als Journalisten) zum Langstrand pilgern? Der Papst freut sich, wenn sein Anhang nach Rom (oder Köln) kommt... Ein Star aus Hollywood braucht doch Aufmerksamkeit, oder plötzlich nicht? - Und völlig peinlich wird die Situation, wenn Namibia, dessen Gründervater einst herzlich gern Michael Jackson empfing (oder empfangen wollte, denn einmal kam der ja nicht) mit einem Kunstgriff die Verfassung herbei zitiert, die den Schutz der Privatsphäre betont. Auf Kosten der Papparazzi und aller Journalisten, die bereit sind, nach Namibia zu reisen und - ähnlich wie Touristen - AUCH Geld im Land ausgeben. Lächerlich ist die Bestimmung, daß Journalisten, die wegen des Besuchs von Jolie und Pitt nach Namibia kommen (also nicht als Urlauber oder Arbeiter mit dem nötigen Visum), nachweisen sollen, daß die beiden Promis einer Begegnung zugestimmt hätten. Wo kommen wir denn hin, wenn zwei Leute beschließen dürfen, wer mit ihnen Geschäfte macht und wer nicht... Als ob Fußballer bestimmen, wer im Stadion als Zuschauer zugelassen wird!!?? Und Namibias Polizei, gerade erst auf den Misthaufen der Macht geklettert, diese neue Macht in Form von Hausdurchsuchungen (nach Journalisten) ausübt. Sechs Tage vor dem Internationalen Tag der Pressefreigeit läßt der Besuch der Stars einen ganz bitteren Beigeschmack: Wollten sie Namibia schaden, indem die ganze Welt uns auslacht? Nicht doch... |
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