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Friday 28th of February 2003 Im tiefen Norden des Damaralandes empfängt den Reisenden nach staubiger Fahrt eine Palmenoase an der Quelle des Uniab-Trockenfluss. Nicht umsonst nennt sich die paradiesische Unterkunft dort ,Palmwag Lodge’. Just an dieser ständig Wasser führenden Stelle ragen in der sonst von der Vegetation her eher flachen Landschaft unerwartet die schlanken, hohen Hälse der einheimischen Makalanipalmen in den azurblauen Himmel. Gleich bei der Ankunft wird dem Besucher – nachdem er sich bei Kaffee und Kuchen stärken durfte - sein Domizil vertraut gemacht: ein komfortabel eingerichtetes Bungalow, das den Namen einer einheimischen Pflanze trägt, oder ein Luxuszelt, das gänzlich aus Schilf, Flachsteinen und anderen Elementen der Natur gebaut wurde. Selbst der Knopf am Ende des Lampenstrangs besteht aus einer getrockneten Makalanifrucht, und ein zweigliedriges, frisches Mopaneblatt ziert die Toilettenrolle – kleine Gesten, die in einer Welt, die meistens unpersönliche Schnelllebigkeit verlangt, sofort auffallen! Zum Sundowner trifft man sich auf der Terasse oder unter dem Strohdach des ,Uniab Inn’ mit Blick auf den atemberaubenden Sonnenuntergang hinter der prominent aus der Buschlandschaft ragenden, doppelstämmigen Makalanipalme - dem Wahrzeichen der ,Palmwag Lodge’. Das anschließende hochwertige Menü in ungezwungener Atmosphäre ist ein Hochgenuss. Dazu trägt auch die freundliche Bedienung der hübschen, damarasprachigen Frauen, Lieschen und Rosa, bei. Am Nachmittag des folgenden Tages ist eine Rundfahrt im offenen Geländewagen angesagt. Von den drei Touristenführern Isak Ganuseb, Mattheus Aneb und Martin Nawaseb ist diesmal letztgenannter im Dienst. Martin Nawaseb beantwortet bereitwillig und nicht ganz ohne Stolz alle Fragen der neugierigen Besucher. Das breite Wissensspektrum über Tier, Pflanze und Geologie des Damaralandes hat der damarasprachige Martin sich während seiner achtjährigen Tätigkeit als Fahrer bei der ,Palmwag Lodge’ als auch in der Zeit, als er beim ,Save the Rhino Trust’ die Schwarzen Nashörner zu schützen half, angeeignet. Die Arbeit im Feld hat sein Auge geschult. Er hält plötzlich an und zeigt auf eine gelbe Grasfläche. Seine Mitfahrer können nichts entdecken. Der Fernstecher muss her, und siehe da, der bringt den überraschten Besuchern die niedlichen Scharrtiere in Sichtweite, die Martin schon lange mit dem blossen Auge entdeckt hatte. Jeder möchte nun mehr über diese kleinen gelben Mungos wissen, von denen zumindest einer immer vor dem unterirdischen Bau aufrechtstehend Wache hält, um vor Adlern oder Schlangen zu warnen. Martin beantwortet die Fragen in seiner ruhigen Art. Ansonsten hält er sich während der Fahrt zurück und läßt seine Gäste mit Aug’ und Ohr’ die Landschaft der Mopanewäldchen mit den im Westwind raschelnden Mopaneblättern in sich aufnehmen. Dann geht es zur Lodge zurück. Wie bestellt ziert ein Giraffenpaar mit Kind die Abendröte zum Abschluss der wunderschönen Fahrt. Abends ist eine weitere kulinarische Reise durch die feine Küche des ,Uniab Inn’ angesagt. Dann sinkt man zufrieden in die frische Leinenbettwäsche des Luxuszeltes und erfreut sich noch einmal an dem Vogelgezwitscher im Schilf Ja, die Vögel zwitschern hier sogar nachts! Durch das offene Zeltfenster schauend bleibt der Blick an den wie dunkle Schatten in den grauen Himmel ragenden Makalanipalmen haften. Bevor die Müdigkeit einen ganz übermannt, fliegen Bilder der unendlichen Weite dieser nordwestlichen Landschaft Namibias in Gedanken nochmals vorbei. Das 400 000 ha große Gebiet um die Palmwag Lodge ist das größte Gebiet auf Erden, in dem das Schwarze Rhinozeros noch frei herumstreifen kann. Die grenzenlos wirkende Weite muss einer der Gründe gewesen sein, warum während der Geländefahrt kein einziges Nashorn zu entdecken war. Elefanten sind diesmal auch nicht durch das kleine Lager unter den Palmen gezogen . Dafür hat sich diese reizvolle Landschaft der Makalani und Mopane so sehr ins Herz gebrannt, dass ein weiterer Besuch bereits beschlossene Sache ist. |
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