Simbabwe - Wer kümmert sich um die Tiere

Thursday 22nd of May 2003
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Seit der sogenannten Landreform in Simbabwe melden die Medien in den letzten drei Jahren schlimme Entwicklungen auf den ehemaligen weißen Farmen, besonders über große Wildbestände, die gnadenlos abgeschossen werden von den neuen Siedlern. Viele Farmer, die ihre Farmhäuser schnellstens verlassen mußten, konnten ihre Hunde und Katzen nicht mehr mitnehmen. Der kleine Foxterrier eines erschossenen Farmers, der etwa  zwei Tage neben dem Leichnam seines toten Herrchens liegenblieb, kam bei dessen Lebensgefährtin unter. Das Foto des trauernden Hundes ging um die Welt.

Doch viele Farmerfamilien mußten ihre Lieblinge  in Simbabwe zurücklassen, nicht alle konnten bei Freunden untergebacht werden, es gab viele Tränen und traurige Abschiede, besonders, wenn sich Familien schweren Herzens entschlossen, nach Südafrika, Großbritannien oder Australien auszuwandern.

Es gibt aber Menschen, die sich um diese verlassenen Hunde und Katzen kümmern, in Simbabwe und in Südafrika. Unternehmen ,,Wetnose” ist eine vor etwa drei Jahren gegründete Organisation, die Dank vieler Spenden und freien Flügen von British Airways-Comair und anderen Fluglinien, schon viele Hunde und Katzen mit ihren Besitzern in aller Welt wieder vereinen konnte. Ein Tierheim dient als Zwischenstation in Harare, Simbabwe und wird von Freiwilligen betreut. Viele Kilos Futter und Medikamente werden aus Südafrika als Spenden eingeflogen, um die Haustiere am Leben zu erhalten. Wetnose in Gauteng, Südafrika kümmert sich um Impfungen, Zollpapiere, Ausfuhrgenehmigungen und Spenden für Hunde und Katzen, die weiter nach England, Australien oder Neuseeland sollen.

So konnte der Labrador Josh nach einem veröffentlichten Briefe seines 12jährigen Besitzers Graeme, der inzwischen in Australien ist, nach fast einem Jahr dorthin geflogen werden, wo er zur Zeit noch in Quarantäne ist. Am 13. Juli kann Graeme ihn endlich wieder in die Arme schliessen. Viele Spenden ermöglichten das gute Ende.

Letzten Monat konnte Wetnose wieder nach sorgfältiger Planung 90 Hunde und Katzen, diesmal per Lastwagen nach Südafrika bringen.

,,Unsere Auffangstation in Harare war wieder überlaufen mit vielen Tieren. Wir mußten drei Tage lang für Benzin Schlange stehen, als wir die Organisation vor Ort handhabten”, sagte Tracy Forté, Präsidentin von Wetnose. Alle Tiere hatten die 22stündige Fahrt gut überstanden, 55 konnten mit ihren früheren Besitzern außerhalb von Pretoria wieder vereint werden. ,,Es war eine sehr emotionale und bewegende Begrüßung, das war unsere Belohnung für all die Mühe”, bestätigte sie in einem Rundbrief an Gönner und Spender. Ihre Sorge gilt nun den anderen 35 Hunden und Katzen, die neue Besitzer suchen. Drei unter ihnen sind blinde Hunde. Einer davon, Batty, der bei einer Farmbesetzung beide Augen verlor, ,,er hatte Furchtbares durchzustehen”, sagte Frau Forté, konnte an tierliebe Menschen in Kapstadt vermittelt werden.

Es warten noch viele Hunde und Katzen in Simbabwe darauf, gerettetzu werden und bei ihren Besitzern wieder leben zu können. Abgesehen von British Airways-Comair, Quantas und Express Air, unterstützen Stuttafords, Coca Cola, Nissan in Südafrika und einige Stiftungen und Privatpersonen Unternehmen Wetnose. Spenden können überwiesen werden an; Wet Nose Animal Rescue Centre, First National Bank, BLZ: 252045, Kontonummer: 6200 9123 126.

 

 

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