Joker’s Pizzaria-Enduro Riesenerfolg!

Friday 26th of May 2006
Bernd Kroemer

Wer hätte das erwartet, Regen, Sturm und Kälte bestimmten die Morgen-stunden des 20. Mai und trotzdem wimmelte es von Enduristen beim Startplatz an der westlichen Umge-hungsstrasse. Aus ganz Namibia waren die Teilnehmer angereist um ihr Kön-nen und ihre Ausdauer beim Joker’s Pizzaria-Enduro unter Beweis zu stellen.

Die Strecke war einmalig schön! In der afrikanischen Buschsavanne zog sich der Weg vom Startplatz Richtung Süden, teilweise auf Hochgeschwin-digkeitspassagen, dann wieder durch Riviere (Trockenflüsse), dann kam eine Geröllpassage mit vielen Kurven, ehe sich der Weg, in Höhe der UNAM-Universität, in den Bergen, den Ausläufern des Khomashochlandes, verlor. Jede Teilstrecke war 27 Kilo-meter lang und musste von den Topfahrern 4 Mal absolviert werden. Da Namibia gewöhnlich ein sehr arides Land ist, bei der um diese Jahreszeit die Wege weit im voraus einzusehen sind, mussten sich die Teilnehmer dieses Mal doch umstel-len. Begünstigt durch die ausser-gewöhnliche Regenzeit der letzten 4 Monate, waren die Teilstrecken durch hohes Gras unübersichtlich und so mancher 4-Wheeler rettete sich auf 2 Rädern um plötzlich auftauchende 90 Grad-Kurven. Gefährlich war’s, aber Gott sei Dank, mussten die medizi-nischen Helfer von E-MED nicht einschreiten.

Bereits morgens um 9:00 Uhr, bei Nieselregen, mussten die Kleinsten ihr Können zeigen. Auf einem separarten Rundkurs fuhren die Kinder über eine Distanz von 2 ½ Kilometer. Hier zeig-te Harris Cloete sein Ausnahmetalent. Der Kleine ist nicht nur auf der MX-Bahn sehr schnell sondern zeigte eine erstaunliche Ausdauer auch im Gelände.

Ergebnis 50ccm Klasse

1. Harris Cloete,

2. Joshua Becker

3. Esranel Becker

Für die Kinder wurde auch eine Quads DevelopmentKlasse angeboten, die ebenfalls auf dem selben Rundkurs ausgetragen wurde. Sensationell schnell umrundeten hier die Kleinsten mutig diese lange Strecke. Der Jüngste war mal gerade 3 Jahre alt, namens Adam Johnston.

Ergebnis Quads Development Klasse

1. Wianca Cloete

2. 2. Renyf Klassen

3. Adam Johnston

Als die ersten Starter der „Profi-Liga" um 11:30 Uhr im Minutenabstand auf die „Reise" geschickt wurden, klarte der Himmel auf und die Sonne sandte ihre wärmenden Strahlen auf die Route. Als erster wurde der allseite bekannte Motocrosser Ronnie Adams auf die Reise geschickt. Donnernd zog er mit seiner Suzuki-Thumper vom Startplatz los ins Buschfeld. Ingo Waldschmidt liess es auf seiner KTM etwas ruhiger angehen. Er fährt, das ist man von ihm so gewohnt, die erste Etappe mit gezogener Handbremse, studiert das Gelände, prägt sich fast fotografisch Teilstücke ein und lässt dann aber der 2. Etappe seine KTM fliegen. Es war dann auch Ingo der nach der 4. Etappe in einer langen Staubwolke als Erster abgewunken wurde. Das war Balsam auf die Seele für Ingo, der noch am vergangenen Wochenende in Zimbabwe an den Afrika-Meister-schaften teilnahm, dort „nur" Rang Fünf belegte, „wegen irregulärer Verhältnisse", wie er selbst sagte. Shawn Bruwer, ein Motocross-spezialist, musste sich in jeder Etappe mit den Enduristen Gino Rossi, Heiko Hennes und Kai Hohmeier herum-schlagen, konnte sich dann aber überraschend in der 4. Etappe lösen. Riesenleistung, Shawn!

Ergebnis Offene Klasse Motorräder

1. Ingo Waldschmidt, KTM

2. Shawn Bruwer, Suzuki

3. Heiko Hennes, Yamaha

Das ehemalige Motocross Nachwuchstalent Sascha Becker nahm zum ersten mal seit 2 Jahren an einem Wettbewerb teil und konnte die Joker’s Trophäe einheimsen. Das hätte keiner erwartet. Es wird Zeit, dass dieses Talent wieder zum Sport zurückfindet! Horst-Peter „Butzer" Störmer, eben-falls ein ehemaliger Crosser, kann aus beruflichen Gründen leider nur sporadisch an Wettbewerben teilneh-men. Dass er noch verdammt schnell unterwegs ist, unterstrich er mit seinem 2. Platz in der Clubmen’s Motorrad Klasse. Dahinter balgten sich Henry Vincent, Luke Pennefather, Dirk Trümer sowie eine ganze Handvoll andere Talente um den 3. Trepp-chenplatz. Bis zur letzten Etappe war alles offen!

Ergebnis Clubmen’s Klasse Motorräder

1. Sascha Becker

2. Horst-Peter Störmer

3. Henry Vincent

Schön war, dass auch die 65er Fahrer, alles Motocrosser, die Gelegenheit wahrnahmen sich motorsportlich zu betätigen. Normal ist das nämlich nicht, da gibt es bei den beiden Frak-tionen (leider) offensichtlich Berüh-rungsängste! Wie auch auf der MX-Bahn ging ein Sieg nur über Mark Sternagel. Claude Brendel gab seiner KTM ganz schön die Sporen, ab der zweiten Etappe musste er aber zurückstecken. Ein schöner 3. Platz für Tyrone Pieters.

Fast ist man geneigt zu glauben, dass die Strecke von einem Quad-Fahrer ausgesucht wurde! Die Zeiten der Quad-A Fahrer waren fast identisch mit denen der Motorräder der Offenen-Klasse. Es waren offensichtlich die Bergpassagen, wo die Quads minimal langsamer waren. Der Multi-Meister Fanie Steenkamp wurde einmal mehr seiner Favoritenrolle gerecht. Jean Venter schlug sich mit Jan de Haan, Clinton Hilfiker oder Phillip Weakly um die Plätze. Da wurde bestes Quad-Entertainment geboten und das 4 Runden lang!

Ergebnis Offene Klasse Quads

1. Fanie Steenkamp

2. Phillip Weakly

3. Clinton Hilfiker

Die Teilnehmer in der Quad-Clubmen’s Klasse waren nur unwe-sesentlich langsamer. Für manchen wird es Zeit in die Offene-Klasse aufzusteigen! Hein Venter, Tobie Wiese, Gregory Dickmann und Tammo Phiel versuchten immer wieder den Anschluss zur Spitzengruppe herzu-stellen. Bei den Tankpausen, konnte die ein oder andere Platzierung verbessert werden, aber auch in dieser Kategorie kam es zu einem Favoriten-Ergebnis

Ergebnis Clubmen’s Quads

1. Gavin Murgatroyd

2. Riaan Fourie

3. Leroy Steenkamp

Die Quad-B-Klasse, eine absolute Anfängerklasse, bei der man auch als Team starten darf, gewann Eugene Slippers vor Marko Röbke und auf dem 3. Platz das Damen-Team Celine Adams & Maike Bochert. Dann gab es noch eine reine Damenklasse welche Lani Cloete vor Mandy Huysamen gewinnen konnte.

Zur Siegerehrung traf man sich in der Joker’s Pizzaria & Sport Bar, hier konnte nicht nur dem sicher vorhan-denen Appetit gefröhnt werden, hier gab es auch eine typische, namibische Party...dass es spät wurde versteht sich von selbst.

Es war wieder eine tolle Veranstaltung, an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Sponsor Joker’s Pizzaria & Sport Bar, ohne deren finanzielle Unterstützung wäre eine solche Grossveranstaltung nicht mehr durchführbar.

 

 

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