Landreform a la Simbabwe

Friday 26th of May 2006
Brigitte Weidlich

Die Verlautbarungen des namibischen Vizeministers für Landfragen in Simbabwe am Montag gingen um die Welt. Isack Katali besuchte in Harare seinen Amtskollegen und sagte, die gleichen Kolonisten, die Simbabwe einmal ,,besetzt" hatten, habe es auch in Namibia gegeben und er wolle einmal sehen, wie Simbabwe seine ,,erfolgreiche" Landreform bewerk-stelligt habe. Namibia wolle das im ,,gleichen Tempo" machen, so wurde Katali in der Staatszeitung The Herald zitiert. Die namibische Agrar-union (NAU) reagierte am Mittwoch mit einer Stellungnahme und erklärte, die Aussagen Katalis seien ,,im Konflikt" mit der Regierungspolitik und ein ,,Widerspruch" gegen Präsident Po-hambas wiederholte Versicherungen, die Regierung würde die Landreform anhand der Gesetze und gemäß des Grundgesetzes durchführen. NAU-Präsident Raimar von Hase sagte am Mittwochabend im deutschen Radio-dienst der NBC, es sei Aufgabe der Regierung eventuellen Frust und Ungeduld über etwaige Langsamkeit der Landreform zu beruhigen. ,,Wir sind nach wie vor auf einem ver-nünftigen Weg", sagte von Hase, ,,ich kann mir nicht vorstellen, daß die Regierung nun einen anderen Weg geht, nur weil eine Vizeminister mal entgleist ist". Katalis Auslassungen hätten leider in den internationalen Medien Wellen geschlagen, so von Hase, das sei nachteilig für Namibia und seinen Tourismussektor.

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