![]() |
![]() |
|||||||||||||||
|
Saturday 15th of July 2006
Das Jahr 2006 hat für das Holy Cross Convent eine ganz besondere Bedeutung. Es ist das 100-j?2hrige Bestehen der Schule, die fast so alt ist wie die Stadt Windhoek und die sich in all diesen Jahren durch großen Erfolg zu einem festen Bestandteil des Erziehungssektors etabliert hat. Dies erfüllt die Betreiber der Schule ein bißchen mit Stolz, vor allem aber mit großer Dankbarkeit. Denn daß der Werdegang des Holy Cross Convent auch mit vielen Schwierigkeiten einherging, ist aus dem nachfolgenden geschichtlichen Abriß zu ersehen. Im Jahre 1906 eröffneten die Oblaten-Pater und deutsche Schwestern vom Franziskanerorden mit 7 Schülern die "Höhere Töchter-Schule" auf dem sogenannten "Römischen Hügel". Einige Jahre später, im Jahre 1910, wurden aufgrund der ateigenden Schülerzahlen weitere Lehrkräfte benötigt und man wandte sich an die Schwestern vom HEILIG KREUZ, die seit 1883 in Südafrika tätig waren. Aber der Erste Weltkrieg kam dazwischen, und so konnten die ersten zwei Kreuzschwestern erst im Jahre 1920 nach Windhoek reisen. Zu diesem Zeitpunkt lag die Zahl der Schüler schon bei 120, von denen 50 Heim-schüler waren. Zwei Jahre später, 1922, folgten sechs weitere Kreuz-schwestern. Da sich die Franziskaner-Schwestern aufgrund vieler Schwie-rigkeiten aus der Schule zurückziehen wollten, wurde diese von den Heilig Kreuz Schwestern übernommen. Bald darauf baten die englischsprachigen Einwohner die Schwestern, auch ihre Kinder zu unterrichten und so wurden neben den deutschen Klassen auch englische eingeführt. Die Anzahl der Schüler wuchs ständig und so mußten neue Gebäude errichtet werden. Die deutsche Regierung unterstützte die Schule finanziell, und so konnten in den folgenden Jahren außer den Klassenräumen auch ein Schwimmbad (1936), eine neue Küche mit Speisesaal und ein weiterer Schlafraum gebaut werden. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges fielen in SWA alle öffentlichen Gebäude in die Hände der Südafrikanischen Polizei. Wieder durften keine weiteren deutschen Schwestern einreisen und auch die finanzielle Hilfe aus Deutschland stoppte. Der Schule wurde allerdings gestattet, ihre Arbeit ungehindert weiterzuführen, vorausgesetzt, daß man alle Verbindungen nach Deutschland abbrach. Die Schwestern wagten sich nicht einmal, miteinander deutsch zu sprechen, da überall eine Atmosphäre der Angst und des Mißtrauens herrschte. Mit dem folgenden Übergang der Landessprache von Deutsch zu Afrikaans und Englisch änderte sich die Stimmung im Lande dann aber wieder. So fand auch 1946 der Wechsel der Unterrichtssprache vom Deutschen ins Englische statt, unter Beibehaltung der deutschen Parallelklassen für die erste und zweite Klasse, was 1950 bis auf die vierte Klasse ausgedehnt wurde. 1951 wurde die Schule bei der Erziehungsbehörde erstmalig als HOLY CROSS CONVENT SCHULE registriert. Bis 1954 war die Schüler-zahl auf 364 gestiegen und zehn Jahre später waren es 500. Ein sehr schönes neues Gebäude wurde 1964 für die Unterstuife errichtet. Aus Mangel an Schwestern wurde 1960 die erste weltliche Lehrkraft eingestellt. Im Jahre 1977 beschloß die Katholische Kirchenleitung in Südafrika, ihre Bildungsstätten allen Bevölkerungs-gruppen zugänglich zu machen. Dies hatte zur Folge, daß die kirchlichen Schulen keinerlei finanzielle Beihilfe seitens der Regierung mehr bekamen. und von allen kulturellen und sportlichen Veranstaltungen ausge-schlossen wurden. Dieser finanzielle Verlust bedeutete eine echte Bedro-hung für die Existenz des Holy Cross Convent, was aber glücklicherweise durch eine entsprechende jährliche Spende seitens katholischer Organi-sationen in Deutschland abgewehrt werden konnte. Seit den 80er Jahren erhält die Schule wiederSubventionen von der hiesigen Erziehungsbehörde. Aus Kosten- und Personalgründen sah sich die Schule gezwungen, 1985 den Oberstufenzweig und 1986 den deutschen Zweig zu schließen. Statt dessen wurde eine Vorschule eingerichtet. In all den Jahren des Bestehens des HOLY CROSS CONVENT genoß die Schule einen ausgezeichneten Ruf. Dies ist zu einem großen Teil der Hingabe und dem unermüdlichen Einsatz der Heilig Kreuz Schwestern zu verdanken, die stets nach ihrem Leitspruch IN CRUCE SALUS (im Kreuz ist Heil) gewirkt haben. Wenn mittlerweile die Zahl der Schwestewrn auch drastisch zurückgegangen ist und immer mehr weltliche Pädagogen ihre Plätze füllen, prägt der Einfluß und das Vorbild dieser Schwestern noch immer den Charakter der Schule und bedeutet Ansporn und Richtlinie für deren Nachkommen. |
|||||||||||||||
![]() |
Plus online by Plus Weekly |
![]() |
||||||||||||||





