Österreich: Investitionsschutz

Tuesday 3rd of June 2003
Brigitte Weidlich

Namibia und Österrreich haben am Mittwoch ein Investitions-Schutzabkommen in Windhoek unterzeichnet. Stellvertretend für den abwesenden Handels- und Industrieminister Jesaya Nyamu, setzte die neue Finanzministerin Saraa Kuugongelwa-Amathila ihre Unterschrift unter das Dokument. Wie der österreichische Innenminister Dr. Ernst Strasser erklärte, werden Investitionen österreichischer Unternehmer geschützt. Namibia hat mit verschiedenen Ländern solche Abkommen. Der in Pretoria stationierte österreichische Botschafter für das südliche Afrika, Dr. Kurt Spallinger sagte, daß eine größere Investition seines Landes unmittelbar bevorstehe und die Geldgeber nur auf das Abkommen warten mußten.

,,Es soll ein großes Hotel mit Wellness– oder Spa-Einrichtung bei Okahandja gebaut werden. Die geplante Investition beläuft sich auf 40 bis 60 Millionen Namibiadollar", sagte der Botschafter nach der Unterzeichnung. ,,Seit der Unabhängigkeit hat unser Land Namibia mit etwa 20 Millionen Namibiadollar jährlich bei Entwicklungsprojekten unterstützt, beispielsweise das Justizministerium, das ein Jugendgericht einrichten will und wir unterstützen ferner das Zentrum für Rechtshilfe (Legal Assistance Centre", so Dr. Spallinger. Auch im touristischen Bereich helfe die Alpenrepublik, etwa bei der Erstellung eines umfassenden Planes für Öko-Tourismus im nordwestlichen Teil des Landes.

,,Immerhin kommen zwischen 6000 bis 10 000 unserer Bürger jedes Jahr als Touristen nach Namibia, die zweitgrößte Gruppe nach Deutschland". Des weiteren würde die Ausbildung von arbeitslosen Jugendlichen bei Tsumeb mit österreichischen Mitteln gefördert. Ebenso würden Frauen in ländlichen Gebieten Gelegenheit erhalten, ihre Geschäftsstrategien für Verkäufe auf Märkten zu verbessern, und Kleinst-unternehmen, also ,,micro enter-prises", zu gründen.

Minister Strasser stattete auch Premierminister Theo-Ben Gurirab einen Höflichkeitsbesuch ab, dem er herzliche Grüße des Altpolitikers und Altkanzlers Dr. Kurt Waldheim übermittelte. Er traf sich auch mit Innenminister Jerry Ekandjo zu bilateralen Gesprächen. Dabei ging es um Fortbildung namibischer Polizeieinheiten durch österreichische Kollegen, die Grenzkontrollen betreffend, um illegale Einwanderung aus Zentralafrika einzudämmen, Drogenbekämpfung, Flughafensicherung und Schulung im IT-Bereich.

,,Wir haben den Entwurf zu einen entsprechenden Abkommen vorbereitet, den wir meinem Amtskollegen vorlegten. Wir hoffen, daß er Zustimmung findet und demnächst unterzeichnet werden kann", so Dr. Strasser. Nach einem Besuch auf der namibischen Polizeischule und einem Empfang am Mittwochabend endete der offizielle Teil des Besuches von Minister Strasser, der zuvor Südafrika offiziell besucht hatte. Die Delegation wird am Samstag nach Wien zurückkehren.

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