Zweite Brasilientour erfolgreich beendet ( Juni/Juli 2006)

Friday 25th of August 2006
Gabi Fischer

Wir waren eine echte namibische Gruppe, denn unter uns waren, afrikaans -, deutsch-, englisch- und ovambosprechende Teilnehmer, zum Teil Farmer und es herrschte die ganze Zeit eine harmonische und fröhliche Stimmung.

Die erste Station war São Paulo, wo die Gruppe bei der „ Fogo de Chão Churras-caria kennen lernten, wie Gauchos Fleisch bereiten, unter der musikalischen Begleitung von einer kleinen Band. Fast einen ganzen Morgen verbrachten wir im Zentrum der Großstadt und zum Mittagessen waren wir in dem Panorama-restaurant auf dem „Edifício Itália", dem höchsten Wolkenkrazer São Paulos.

Unseren Farmern wurde ein Besuch der „FEICORTE", einer Internationalen Landwirtschaftsausstellung ermöglicht. Hier gab es verschiedene Rinder-, Schaf- und Ziegenrassen zu sehen; sogar unser Boerbok war dabei, und auch wir als Laien waren sehr beeindruckt.

Mit Staunen durchforschten wir die„Mercado Municipal", eine riesengroße Markthalle mit den verschiedensten Früch-ten und Gemüsesorten, Stände mit Käsesorten, Gewürze und Frischfleisch .

Sogar die „ Deutsche Zeitung" berichtete über unseren Besuch bei dem bekannten „Aloe-Papst", Herrn Michael Peuser, der die Bücher „Kapillaren bestimmen unser Schicksal" und „Aloe, Kaiserin der Heilpflanzen" geschrieben hat.

Der Titel des Zeitungsberichts lautete:„Deutsche Siedler aus Namibia zu Gast in São Paulo". Herr Peuser hatte so interessant erzählt, daß wir fast unseren Flug nach Natal, der Hauptstadt von Rio Grande do Norte, verpaßten.

Von Natal aus ging die Tour per Bus gen Süden, begleitet von einem englisch und deutsch sprechenden Reiseleiter. Wir besuchten verschiedene Farmen, Zuchtbe-triebe mit unterschiedlichen Rinder-, Ziegen- und Schafrassen, u.a. auch Dorpers und Boerbok.

Eine Farm betrieb nebenbei eine Krabben- und Fischzucht. Wir lernten auch viel über Biogas, das den Betrieb versorgte, Herstellung von Zuckerrohrschnaps und –syrup und Alkohol, ebenfalls aus Zucker-rohr, zum Betreiben von Fahrzeugen.

Von einer Lodge aus, dem Hotel Fazenda Pai Mateus im Staat Paraiba, wurden Tagesausflüge unternommen in eine fantastische Felsenlandschaft, ähnlich unserer Erongo-Region, und wir besuch-ten eine Gerberei, wo mit deutschen vor-sintflutlichen Maschinen die verschiedesten Sachen hergestellt wurden.

Von dem „ Hotel Fazenda Pai Mateus" ging es weiter nach Recife und von dort aus flogen wir nach Santarém, einer Hafenstadt am Tapajós Fluß. Dort stiegen wir auf 2 Boote und erlebten 3 traumhafte Tage auf dem Amazonas und seinen Nebenflüssen. Zwischendurch gab es auch eine lehrreiche 5-stündige Wanderung durch den Urwald. In einem kleinen Dorf hatten wir sogar die Gelegenheit, das Fußballspiel zwischen Brasilien und Frankreich zu verfolgen, das Brasilien verloren hat. Wir trauerten mit den Brasi-lianern.

Unser Flug ging über Belem, der Haupt-stadt von Pará, zu der schönsten Stadt der Welt: Rio de Janeiro. Hier verbrachten wir 3 Nächte und besuchten die üblichen touristischen Attraktionen: den Zuckerhut, die Christusstatue, das Maracanã Fußball-stadion, den Sambódromo, eine nur 300m lange Strecke, wo während der Karnevals-zeit verschiedene Sambaschulen auftreten und beurteilt werden, eine großartige Show, die wir auch im Fernsehen erleben können. Zum Abschluß besuchten wir noch die atemberaubende „Sambashow Platafroma", als würdigen Abschied von Brasilien.

Die Reisegruppe vor einem Felsen im Staat Paraíba. Nach einer kurzen Siesta besichtigten wir die fantastische Felsenlandschaft, wo sich 70 Geröllblöcke zerstreut befinden, in einer Gegend, die nach einem "Schamanen" des 18. Jahrhunderts "Pai Mateus" genannt wird. Beim spektakulären Sonnenuntergang weckt die mystische Landschaft verschiedene Gedanken und Emotionen.

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