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Thursday 5th of June 2003 Ein Bus mit Touristen nähert sich den Popafällen. Kaum sind sie ausgestiegen, nähert sich schon ein Junge mit einem gerupften Huhn. Erste Frage: „Ich habe so großen Hunger. Hast Du ein Brot für mich?" - Nein. „Dann kannst Du mir sicher zehn Dollar geben..." Nein. „Aber warum kaufst Du dann nicht mein Huhn?" - „Was soll ich denn mit dem gerupften Huhn?" - „Naja, essen halt." - „Aber ich habe doch nicht den Hunger. Du hast doch Hunger..." Absurd? Keineswegs. Aber sehr wohl ein Auswuchs unserer neuen (namibischen?) Bettelkultur. - Wer lange nicht in Windhoek war, ist verwundert: Überall das gleiche Bild: Man hat den Wagen kaum zum Stillstand gebracht, da wird man angesprochen: von Parkplatzwächtern, aber auch von allen möglichen anderen, die den Herren irgendwelche Düfte oder Uhren oder Ketten oder ganz einfach Figuren aus Draht oder xyz unter die Nase halten und förmlich aufzwingen. Dasselbe bei den Damen... Schrecklich! - Oder auf dem Lande: Da packt man seine sieben Sachen, um das Hotel pünktlich verlassen zu können - und plötzlich steht jene Fee neben Dir, die eigentlich erst nach Deiner Abreise das Zimmer auf Vordermann bringen soll: „ Haste mal zehn Dollar?" (Mit weniger sind die heute auch nicht mehr zufrieden!) - Irgendwann kotzt einen das dann doch an. |
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