Synode 2006: Aufbruch und Ziele für die ELKIN (DELK)

Sunday 17th of September 2006
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Mit Zuversicht endete die 36. Synodal-tagung der ELKIN (DELK), obwohl durchaus schwierige Themen ange-sprochen wurden: Wie soll damit umge-gangen werden, wenn in Zukunft weni-ger Pastoren aus Deutschland entsandt werden? Wie kann die Kirche wachsen und die Fähigkeiten der Gemeinde-glieder besser einsetzen?

Nach dem Eröffnungsgottesdienst in der Markuskirche unter dem Leitwort aus Josua 1,5 „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht", machte Herr Torsten Böhmer von der Evangelischen Kirche in Deutschland auf den Finanz-rückgang in Deutschland und die damit verbundenen Konsequenzen für die namibische Partnerkirche aufmerksam: „Wir müssen im gesamten Bereich der Ökumene und Auslandsarbeit kürzen und sind mitten dabei. Aus diesem Grund verfolgen wir die Diskussionen über Ihr Strategiepapier und die künftige Zahl der Pfarrstellen in Ihrer Kirche mit großem Interesse."

Die Delegierten der 14 Gemeinden dankten der EKD für die bisherige Unterstützung und kamen nach längerer Beratung zu dem Ergebnis, an den 7 Pfarrstellen festzuhalten. Daraus folgende Lücken bei der Finanzierung sollen durch freiwillige Sonderleistun-gen der Gemeinden überwunden wer-den, um möglichst nicht die Rücklagen anzugreifen. Nach einer Diskussion über ein von Bischof Hertel und der Kirchenleitung vorgelegtes Strategie-papier wurden Seelsorge im ländlichen Bereich und eine Intensivierung der Jugendarbeit als besondere Herausfor-derung für die nächste Zukunft benannt.

Der Generalsekretär des Namibischen Kirchenrats (CCN), Rev. Strijdom hatte in seinem Grußwort die Synodalen aufgefordert, sich mutig am Traum von Gottes kommendem Reich auszurich-ten und einen verantwortlichen Platz der ELKIN (DELK) innerhalb der namibischen Gesellschaft zu iden-tifizieren. Die Kirchenleitung wurde beauftragt zu klären, wie dies z.B. durch sozial-diakonische Einrichtungen zu erreichen sei.

Bei den Grußworten und im Bericht der Kirchenleitung wurde deutlich, dass die kirchlichen Aktivitäten im Sinne einer umfassenden Versöhnung ausge-dehnt werden sollten. Vize-Bischof //Gamxamûb von der ELCRN begrüßte dies ausdrücklich.

Die vorgeschlagene Verfassung der "Vereinten Kirchenleitung der Evan-gelisch-Lutherischen Kirchen in Nami-bia", die ab 2007 die drei lutherischen Kirchen des Landes repräsentieren soll, wurde angenommen. Die Eigenständig-keit der drei Kirchen und ihrer Ver-fassungen bleibt dabei gewahrt. Die "Vereinte Kirchenleitung" wird über gemeinsam verantwortete Projekte und die Vertretung der drei lutherischen nach außen beraten. Die Synode dankte Pastorin Veii ausdrücklich für ihre 10jährige Arbeit als Koordinatorin im Einigungsprozess.

Pastor Hasheela überbrachte Grüße aus der ELCIN und sah in den bisherigen Verhandlungen ein ermutigendes Zeichen für die Ernsthaftigkeit der Verhandlungen.

Die Synode schloß mit einem festlichen Gottesdienst in der Christuskirche, in dem Bischof Hertel die Predigt hielt.

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